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AfD-Kommunalpolitiker Schenk : Ein langer Weg nach rechtsaußen

Von der CDU zur AfD: Patrick Schenk hat eine lange und bewegte parteipolitische Vergangenheit hinter sich. Nun führt der Jurist die AfD in die Kommunalwahl. Bild: Maximilian von Lachner

Patrick Schenk ist Spitzenkandidat der Frankfurter AfD bei der Kommunalwahl. Politisch aktiv ist er seit langem – er saß bereits für CDU und BFF im Stadtparlament.

          3 Min.

          Bei der AfD gibt es – grob vereinfacht – zwei Politikertypen. Die einen sind niemals Mitglied einer Partei, bis es für sie eine sogenannte Alternative gibt. Die anderen durchleben und manchmal durchleiden mehrere Parteien und rutschen nicht selten von links nach rechts durchs politische Spektrum, um schließlich rechtsaußen zu landen. Patrick Schenk, der Spitzenkandidat der Frankfurter AfD bei der Kommunalwahl am 14. März, gehört der zweiten Kategorie an, obwohl er so richtig links eigentlich nie war. Trotzdem, sein langer politischer Weg führt ihn aus dem sozialdemokratisch geprägten Elternhaus über die CDU zur BFF („Bürger für Frankfurt“) – und schließlich zur AfD.

          Martin Benninghoff
          (mben.), Rhein-Main-Zeitung

          Vielleicht ist es die Erfahrung aus knapp 25 Jahren Kommunalpolitik, die den Juristen, der beim Flughafenbetreiber Fraport arbeitet und der in Schwanheim wohnt, zum Realisten formt. Die AfD sitzt mit acht Vertretern in der Stadtverordnetenversammlung. Schenk weiß, dass der Bundestrend eher ein laues Lüftchen statt Rückenwind für die Partei ist, und rechnet für die neue Stadtverordnetenversammlung vorsichtshalber nur mit der gleichen Zahl von Stadtverordneten. Dass die AfD „als feste politische Größe“ etabliert sei, wie er sagt, daran lässt der 1968 geborene Politiker allerdings keinen Zweifel aufkommen.

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