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Senckenberg-Museum : Abtauchen in die Welt der Korallen

Das Riff ermöglicht den Einblick in einen bedrohten Lebensraum und seine Bewohner. Bild: Lakuntza, Nerea

Nach dreieinhalb Jahren ist ein Meilenstein des neuen Museums fertig. Als meisterhafte Inszenierung verbindet das „Senckenberg-Riff“ Forschung und Vermittlung.

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          Der kleine Oktopus hat das Zeug zum Instagram-Star. Wenn er sich unbeobachtet weiß, verlässt er sein Zuhause, eine gemütliche Muschel, und spaziert am Korallenriff herum. Das kurze Video, das die Okeanos-Stiftung von einem solchen Jagdausflug gedreht hat, muss schon die Präparatorinnen des Senckenberg-Museums unter der Leitung von Hildegard Enting enorm fasziniert haben. Denn obwohl sie mehr als genug zu tun hatten, schufen sie noch rasch übers Wochenende ein erstes Modell des kleinen Meeresbewohners. Nun lugt er still aus seiner Muschel heraus und das Video soll im Multimedia-Guide zur Attraktion werden, die vermutlich viele Likes ernten wird.

          Eva-Maria Magel
          Leitende Kulturredakteurin Rhein-Main-Zeitung.

          Der Oktopus ist eines von rund 3000 Lebewesen, die in einer ganzen Lebensrauminszenierung von jetzt an einen weiteren Meilenstein hin zum geplanten „Museum von morgen“ des Senckenberg-Museums bilden. Nichts weniger als ein „Senckenberg-Riff“ ist in dreieinhalb Jahren intensiver Arbeit gleich anschließend an die ebenfalls neue Tiefsee-Abteilung entstanden. Nun ist die Installation rundum begehbar: Ein tropisches Korallenriff, das dank ausgeklügelter Lichttechnik eine Tag- und eine Nachtseite hat.

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