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Telekom baut Infrastruktur aus : 2020 schnelleres Internet in ganz Frankfurt

Der Stoff, aus dem schnelles Internet wird: Glasfaserkabel Bild: dpa

Frankfurt gilt zwar als deutsche Internet-Hauptstadt. Viele Haushalte entbehren aber eines schnellen Netzes. Die Telekom will das nun ändern.

          Frankfurt gilt zwar wegen des Netzknotens De-Cix und einer großen Zahl von Rechenzentren als deutsche Internet-Hauptstadt. Doch längst nicht alle Haushalte verfügen auch über schnelles Internet. Die Deutsche Telekom AG setzt den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Frankfurt nun jedoch fort. Der Netzbetreiber will sukzessive in den Stadtteilen leistungsfähigere Datenleitungen mit Übertragungsraten von bis zu 250 Megabit pro Sekunde (MBit/s) anbieten.

          Bernd Günther

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Aktuell sind nach Angaben der Telekom im Ortsnetz mit der Vorwahl 069 – dazu zählt auch Offenbach – rund 190.000 Haushalte mit Anschlüssen versorgt, die eine Übertragungsrate von bis zu 100 Megabit pro Sekunde bieten. In zwei Ausbauphasen sollen nun weitere Haushalte schnellere Anschlüsse mit bis zu 250 MBit/s erhalten, kündigte der für Frankfurt zuständige Leiter Technische Infrastruktur, Markus Schön, in Seckbach an.

          Schnelles Netz für 61.000 Haushalte

          In dem östlichen Stadtteil, in dem bisher vergleichsweise geringe Übertragungsraten von 25 MBit/s vorherrschten, startet der Ausbau. Dort erhalten bis Dezember rund 500 Haushalte Zugang zum schnelleren Glasfasernetz. An dieses würden bis Jahresende auch Haushalte in den Stadtteilen Niederrad, Zeilsheim, Nied, Nieder-Erlenbach, Preungesheim, Eckenheim und im westlichen Westend angeschlossen.

          Nächstes Jahr werde der Breitbandausbau in zwanzig weiteren Stadtteilen fortgesetzt. Dort könnten insgesamt 61.000 Haushalte von der schnelleren Datenübertragung profitieren. 2020 könnte es sogar stadtweit schnelles Internet geben. Haushalte, in denen zum Beispiel Video-Streaming und Online-Spiele genutzt oder im Home-Office gearbeitet würde, könnten von den höheren Bandbreiten profitieren. Um sie nutzen zu können, müssten die Kunden jedoch entsprechende Tarife buchen.

          Lob für Ausbauvorhaben

          Jan Schneider (CDU), der für die städtische IT-Infrastruktur zuständige Stadtrat, lobte das Ausbauprojekt. Zwar fördere die Stadt solche Vorhaben nicht finanziell; jedoch würden sie mit beschleunigten Baugenehmigungen unterstützt. Auch könnten Netzbetreiber für neue Leitungen die Leerrohre nutzen, die die Stadt bei Straßenbauarbeiten mit verlege.

          Fuat Dalar vom Infrastrukturvertrieb der Telekom sagte, dass derzeit geprüft werde, in welchen Gewerbegebieten Interesse an Glasfaseranschlüssen mit Bandbreiten von einem Gigabit pro Sekunde bestehe. Wenn mindestens 30 Prozent der in einem Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen Interesse an einem Vertrag hätten, würden die leistungsfähigen Glasfaserkabel auch dort verlegt.

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