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Standortprobleme in Frankfurt : Zwei Schulen und ein Dome

Hand in Hand: Die Ernst-Reuter-Schüler protestieren mit einer Menschenkette um das Schulareal. Bild: Marina Pepaj

In der immer enger werdenden Stadt Frankfurt hängt alles zusammen. Etwa die Zukunft der Ernst-Reuter-Schule, der Europäischen Schule und der Multifunktionsarena.

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          Früher war nicht alles besser, aber es gab zumindest mehr Platz. Als in den sechziger Jahren die Nordweststadt entstand, sollte ein Schulcampus das zentrale Element des Stadtteils werden. Auf mehr als zehn Hektar wurde ein weitläufiges Ensemble aus flachen Gebäuden, Freiflächen und einem großen Sportplatz angelegt. Auch pädagogisch wurde in großen Dimensionen gedacht: Die Schule sollte ein Modell mit nationaler Ausstrahlung werden, die Kinder sollten nicht nach Schulformen getrennt, sondern gemeinsam unterrichtet und zu mündigen Bürgern einer freien Gesellschaft erzogen werden.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nicht alle Hoffnungen der damaligen Bildungsreformer haben sich erfüllt, aber die Ernst-Reuter-Schule I und II, gegliedert in eine Integrierte Gesamtschule und ein Oberstufengymnasium, ist immer noch etwas Besonders. In der Mittelstufe lernen behinderte und nichtbehinderte Schüler zusammen, Kindern aus Flüchtlingsfamilien werden ans deutsche Bildungswesen herangeführt. Doch das geschieht unter schwierigen räumlichen Bedingungen. Die lange versprochene Sanierung der maroden Gebäude steht aus, der Sportplatz musste abgetreten werden, weil dort die Europäische Schule errichtet wurde.

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