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FAZ Plus Artikel Tradition und Bürokratie : Was die Grüne Soße zum Original macht

  • -Aktualisiert am

Gehört zu Frankfurt einfach dazu: Grüne Soße Bild: dpa

Die Grüne Soße soll weltbekannt werden. Dafür will Frankfurt mit einem Weltrekord sorgen. Doch ist am Traditionsgericht auch wirklich alles original?

          An den Kräutern soll es nicht liegen. Viele halten es zwar für einen gewagten Versuch, am Grüne-Soße-Tag die stolze Zahl von 231.775 Menschen dazu zu bringen, die Mischung aus Kräutern und Schmand zu essen. Dass aber für diesen Weltrekord-Anlauf, der das Frankfurter Traditionsgericht endgültig zu Weltruhm führen soll, nicht genug an Petersilie, Sauerampfer oder Pimpinelle verfügbar sein könnte, darum sorgt sich niemand. Ob allerdings auf allen Tellern wirklich die echte Frankfurter „Grie Soß‘“ landet, ist nicht ganz sicher. Denn obwohl Hessen für die traditionelle Spezialität schon 2016 das EU-Siegel der „geschützten geographischen Angabe“ (g.g.A.) erstritten hat, nehmen es Produzenten und Kunden bis heute nicht ganz so genau.

          Nach amtlicher Definition handelt es sich nämlich nur dann um die echte „Frankfurter Grüne Soße g.g.A.“, wenn die Kräutermischung erstens in einem Paket aus „blickdichtem und innen wasserabweisendem Spezialpapier“ gerollt daherkommt und wenn sie zweitens aus Petersilie, Borretsch, Sauerampfer, Kerbel, Schnittlauch, Pimpinelle und Kresse besteht, die zudem auf Feldern in Frankfurt oder den unmittelbaren Nachbarstädten gewachsen sind. Ernte, Aufbereitung und Verpackung des Frankfurter Grüns ist nur in Handarbeit erlaubt.

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          Passend zum Grüne-Soße-Tag werden Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse farblich abgestimmt.

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          Steht auf Grün: Kräutergärtner Rainer Schecker inmitten blühenden Kerbels

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          Weltrekordversuch mit Grüner Soße

          Wenn übermorgen, am Donnerstag, 6. Juni, in Frankfurt 231.775 Portionen Grüne Soße verkauft oder gegessen oder verkauft und gegessen würden, dann wäre das Weltrekord. Für Maja Wolf, die Gründerin des Grüne-Soße-Festivals, die diesen Grüne-Soße Tag organisiert hat, wäre es ein großer Erfolg im Sinne Frankfurts, wie sie sagt. Dass die Aktion, die eine Mischung aus großen Straßenfesten und vielen kleinen Ereignissen ist, touristisches Werbepotential hat, sieht auch die Stadtpolitik so, weshalb sie das Ganze unterstützt. Für den Rekordversuch haben zum Beispiel Gastronomen Bons erworben, die sie mit verkauften Portionen an die Kunden weitergeben. Die wiederum können die dort vermerkten Nummern im Internet eingeben, so wird gezählt. Zahlreiche Firmen haben zudem bereits für Mengen, die sie verkaufen oder – wie das Einkaufszentrum My Zeil – unentgeltlich verteilen, im Vorhinein gezahlt. Die für den Tag und den Weltrekord notwendige Verzehrmenge hat das „Rekordinstitut für Deutschland“ berechnet. Mehr Infos unter www.gruenesossetag.de. (jv.)