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Grünzug statt Feinstaub : Vom Alleenring zum Alleenpark

Raum für einen großzügigen Park: Zwei Architektinnen haben eine Idee, wie sich der Alleenring verschönern ließe. Bild: Simulation „Drei Eins“

Zwei Architektinnen wollen die am stärksten befahrene Straße Frankfurts umgestalten. Es entstünde ein Grünzug, der mehrere Viertel miteinander verbindet.

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          Neulich saß tatsächlich einmal jemand auf der Bank in der Mitte der Rothschildallee. Das ist so bemerkenswert, weil sich normalerweise dort nie jemand aufhält. Warum auch? Wer nicht ganz taub ist und keinen Appetit auf Feinstaub hat, überquert die vier- bis sechsspurige Allee mit dem breiten Grünstreifen in der Mitte lieber im Laufschritt. Ganz selten führen Leute dort ihren Hund aus. Aber alle anderen Passanten suchen so schnell wie möglich das Weite.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Alleenring geht auf Franz Adickes zurück, der von 1891 bis 1912 Frankfurter Stadtoberhaupt war. Der weitsichtige Oberbürgermeister ließ eine Ringstraße anlegen, die den Stadtkern vom Hauptbahnhof bis zum Ostbahnhof einmal umspannt. Dieser – nach dem Anlagenring – zweite Ring sollte die geschlossen gebauten Wohnviertel von den Vororten trennen. Die breite Allee, die über weite Strecken einen Grünstreifen in der Mitte hat, wird von Radialstraßen wie der Eckenheimer und der Friedberger Landstraße geschnitten. Als Kernstück des Alleenrings gelten heute die besonders stark befahrenen nördlichen Abschnitte: Miquel-, Adickes-, Nibelungen- und Rothschildallee.

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