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Versenkbare Poller : Frankfurt verstärkt Schutz gegen Terror-Anschläge

Zu: Betonbarrieren beim Museumsuferfest in Frankfurt - für die Hauptwache und den Opernplatz sind andere Lösungen im Gespräch Bild: Helmut Fricke

Aus Anlass des Museumsuferfests hat die Stadt Frankfurt schon Betonsperren aufgestellt. Nun sind Anti-Terror-Lösungen auch für die Hauptwache und den Opernplatz auf dem Weg.

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          Zum Schutz vor Terroranschlägen mit größeren Fahrzeugen wie zuletzt in Barcelona sollen größere Plätze in Frankfurt künftig durch spezielle Barrieren gesichert werden. Wie die Stadt mitteilte, werden bauliche Lösungen wie etwa versenkbare Poller zunächst für die Hauptwache und den Opernplatz erarbeitet, in einem zweiten Schritt dann auch für die Konstablerwache und den Römerberg. Die Stadt folgt damit einer Gefahrenanalyse der Polizei. Der Frankfurter Behördenleiter, Gerhard Bereswill, hatte schon Ende vergangenen Jahres nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt eine Liste von potentiell gefährdeten Orten in Frankfurt erstellen lassen.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Im Fokus stand damals der Schutz der Zeil. Während die Anschläge in Nizza, Berlin und London bestimmten Veranstaltungen gegolten hätten, sei bei dem Anschlag in Barcelona erstmals eine Fußgängerzone das Ziel gewesen, sagte Bereswill. Dass sich das in Frankfurt wiederholen könne, sei „leider nicht auszuschließen“.

          Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) äußerte gestern, er werde nun an den genannten Stellen „alles tun, um die Sicherheit dort zu verbessern“. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) sagte, man könne sich „nicht darauf ausruhen, dass in Frankfurt bisher nichts passiert ist“, sondern müsse nun „Vorsorge treffen, damit ein terroristisch motiviertes Befahren von Fußgängerzonen mit Fahrzeugen erschwert, bestenfalls verhindert wird“.

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