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Impfstoff von Astra-Zeneca : Vollbremsung im Frankfurter Impfzentrum

Im Impfzentrum in der Frankfurter Festhalle, hier vor der Inbetriebnahme, werden täglich 3000 Frankfurter geimpft, etwa jeder sechste sollte Astra-Zeneca erhalten. Bild: dpa

Alle nochmal anstellen: Das Impfzentrum in den Frankfurter Messehallen musste schnell auf den Stopp des Astra-Zeneca-Impfstoffs reagieren. „Das hat uns getroffen wie ein Blitz“, heißt es.

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          Im Impfzentrum in der Frankfurter Festhalle ist die Nachricht am Montagnachmittag wie eine Bombe eingeschlagen: Alle Impfungen mit Astra-Zeneca sollten sofort gestoppt werden. Genau an jenem Tag, an dem die Messehallen noch ein bisschen länger geöffnet worden waren, um Termine von 7 bis 22 Uhr anzubieten. So sollte bis zu 3000 Menschen am Tag die Impfung verabreicht werden können.

          Monika Ganster
          (mg), Rhein-Main-Zeitung

          „Es hat uns getroffen wie ein Blitz“, schildert Marion Verg, Leiterin der Medizinischen Gefahrenabwehr im Gesundheitsamt, die Ereignisse im Impfzentrum. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz, das das Impfzentrum betreibt, musste in Windeseile eine Entscheidung getroffen werden: Wie sollte man mit all jenen umgehen, die in diesem Augenblick schon den Parcours durch die Festhalle begonnen, ihre Unterlagen abgegeben, das Aufklärungsgespräch mit dem Arzt geführt hatten? Verg und Kollegen fanden eine salomonische Lösung: Jenen, die am Montagnachmittag schon angereist waren, um eine Astra-Zeneca-Impfung zu erhalten, wurde nun eine Biontech-Spritze angeboten.

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