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Frankfurt : Stadtpolizei verbietet Koran-Verteilung

  • Aktualisiert am

In den vergangenen Monaten ist es ruhig um die „Lies“-Kampagne geworden. Bild: Frank Röth

Drei Männer haben im Rahmen der „Lies“-Kampagne Koranbücher verteilt. Sie hatten keine Erlaubnis für die Aktion auf der Einkaufsstraße Zeil, die Polizei griff ein. Der Ordnungsdezernent der Stadt bittet nun die Frankfurter um Mithilfe.

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          Die Stadtpolizei hat am Wochenende eine Aktion der „Lies“-Kampagne auf der Zeil unterbunden. Wie das Ordnungsdezernat mitteilte, waren einer Streife am Samstag drei Männer aufgefallen, die auf der Einkaufsstraße Koranexemplare und CDs verteilten. Weil die Männer für die Aktion keine Sondernutzungserlaubnis hatten, wurden eine Sackkarre sowie die Schriften sichergestellt und die Männer des Platzes verwiesen. Unterstützt wurde die Streife dabei von Beamten der Landespolizei.

          Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) ließ mitteilen, dass die Sicherheitsbehörden in Frankfurt weiter aktiv im Kampf gegen Salafismus seien. „Wir werden nicht dulden, dass mitten in unserer weltoffenen Stadt Werbung für totalitäre Herrschaftsstrukturen gemacht wird“, sagte er, und forderte alle Frankfurter auf, sich sofort bei der Polizei zu melden, falls sie Koran-Verteilungsaktionen beobachteten. Frank kündigte auch an, dass die Stadtpolizisten die Zeil und Aktionen dort weiterhin genau beobachten würden. In den vergangenen Monaten war es still um die Koran-Verteilaktion „Lies“ geworden.

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