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Frankfurt Skyliners : „Ich freue mich auf Uli Hoeneß“

  • -Aktualisiert am

Freut sich auf München: Danilo Barthel will sich in dem Starensemble behaupten. Bild: dpa

Danilo Barthel über seinen Wechsel zum FC Bayern, Ambitionen im Basketball- Nationalteam und die nächste Generation der Skyliners.

          2 Min.

          Nach fünf Jahren in Frankfurt wechseln Sie zum FC Bayern München. Hatten die Skyliners überhaupt eine Chance, Sie zu halten?

          Ja, natürlich. Die Skyliners waren einer meiner Top-Five-Kandidaten. Was Frankfurt angeht, waren bei mir viele Emotionen im Spiel. Das Vertrauen, das mir als jungem Spieler entgegengebracht wurde, hat mich zu dem gemacht, wo ich heute stehe. Frankfurt war ein Glücksgriff für mich.

          Hier sind Sie Nationalspieler geworden. Skyliners-Trainer Gordon Herbert wollte unbedingt weiter mit Ihnen zusammenarbeiten. Hat er Sie damit unter Druck gesetzt?

          Ich habe mich nicht unter Druck setzen lassen. Natürlich war das für mich schön zu hören. Aber die emotionalen Aspekte musste ich versuchen auszuschalten. Für mich ging es darum, den richtigen Schritt zu machen.

          Haben Sie sich Rat von Kollegen geholt?

          Mit anderen Spielern nicht wirklich. Ich habe mit meinem Agenten und meiner Familie gesprochen.

          Hat auch das Geld für Sie eine Rolle gespielt?

          Natürlich muss man in seiner Karriere auch irgendwann auf das Geld schauen. Aber es war nicht der ausschlaggebende Grund.

          Aufgrund der gezeigten Leistungen wussten Sie in Frankfurt, dass Sie spielen würden. In München sind Sie in Zukunft Teil eines Starensembles. Werden Sie sich hinten anstellen müssen?

          Das ist im Moment schwer zu sagen. Es steht noch nicht zu hundert Prozent fest, wer Trainer ist. Natürlich werden viel mehr hochklassige Spieler im Kader sein. Ich werde mir jede Minute neu erarbeiten müssen. Aber ich bin von meiner Qualität und meinen Fähigkeiten überzeugt. Ich werde mir meine Minuten verdienen.

          Müssen Sie mental eine neue Stärke entwickeln?

          Letztendlich ist es Basketball. Natürlich ist es ein neues Niveau. Ich werde mich anpassen müssen. Aber schon in der Vergangenheit ist mir das relativ schnell gelungen. Ich habe keine Angst vor neuen Aufgaben.

          Einer der Konkurrenten auf Ihrer Position wird der Nationalspieler Maximilian Kleber sein. Haben Sie sich mit ihm verglichen, um Ihre Chancen in München auszuloten?

          Ja. Man wägt die Sache vorher ab. Auf der anderen Seite sind die Bayern ein Topverein in Europa. Auch deshalb habe ich mich für sie entschieden – unabhängig davon, welcher Spieler schon da ist.

          Gehen Sie davon aus, dass Trainer Svetislav Pesic bei den Bayern bleiben wird?

          Ich habe keine Ahnung. Das war auch kein Kriterium für meine Entscheidung.

          Womöglich werden Sie sich umstellen müssen. Herbert ist ein anderer Typ als Pesic. Er ist sicherlich direkter als der Frankfurter Headcoach.

          Das kann sein. Bisher habe ich noch nicht unter ihm trainiert. Pesic ist einer der besten Trainer in Europa. Ich gehe ganz offen an die Sache heran.

          Freuen Sie sich schon, Uli Hoeneß kennenzulernen?

          Natürlich. Ich habe viel Positives über ihn gehört. Er hat auch viel in der Basketball-Welt in Deutschland verändert.

          Wie geht man im Basketball mit den „großen Bayern“ um?

          Bayern ist eine Hausnummer für sich. Man muss Respekt vor ihnen haben. Sie haben immer gute und toughe Spieler.

          Werden Ihre Chancen in der Nationalmannschaft jetzt steigen?

          Wenn ich mich weiter stetig verbessere, wird das auch besser bei der Nationalmannschaft sein. Generell glaube ich, dass der Vereinsname bei der Nationalmannschaft keinen Unterschied macht.

          Machen Sie sich jetzt Sorgen um die Skyliners: Vier der fünf Starter haben den Klub verlassen?

          Auf keinen Fall. Die nächste junge deutsche Generation steht in den Startlöchern. Der eine oder andere wird für eine Überraschung sorgen. Aber vielleicht wird es in den ersten beiden Jahren einen kleinen Abfall geben.

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