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Frankfurt-Riedberg : Raum für 600 Wohnungen mehr

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Zuletzt das größte Wohn-Neubaugebiet in Deutschland: Riedberg in Frankfurt Bild: Rüchel, Dieter

Die Universität braucht im Norden Frankfurts weniger Flächen als gedacht. Am Riedberg können deshalb 600 Wohnungen mehr gebaut werden, als ursprünglich geplant war.

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          Am Riedberg in Frankfurt können 600 Wohnungen mehr gebaut werden, als ursprünglich geplant war. Weil die Universität weniger Flächen benötigt als vorgesehen, werden zusätzliche Areale für den Wohnbau frei. Dies hat Bürgermeister Olaf Cunitz (Die Grünen) gestern im Planungsausschuss berichtet. Nach dem vom Magistrat beschlossenen städtebaulichen Konzept für das Quartier „Niederurseler Hang“ sind nun 1400 Wohnungen vorgesehen. „Das bedeutet Platz für 3500 neue Einwohner“, sagte Cunitz.

          Das angestrebte Mischungsverhältnis der verschiedenen Wohnformen bleibe erhalten. Nach dem neuen Konzept werden etwa 1050 Wohneinheiten in Geschosswohnungsbau und rund 350 Einfamilien-, Doppel-, Reihen- und Kettenhäuser ausgewiesen. Man werde das Planänderungsverfahren schnell vorantreiben, kündigte der Bürgermeister an, der auch Planungsdezernent ist.

          Vorgelagerter Lärmschutzwall

          Das Quartier Niederurseler Hang schließt über den in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Grünzug „Römische Straße“ westlich an die Quartiere „Altkönigblick“ und „Mitte“ an. Im Westen wird das Areal durch die Autobahn 5 und den vorgelagerten Lärmschutzwall begrenzt, im Süden durch die der Rosa-Luxemburg-Straße vorgelagerten Äcker und Gehölzflächen.

          Die Quartiersränder werden zum Grünzug „Römische Straße“ auf der einen und zu der Grünfläche entlang der A5 auf der anderen Seite mit drei- bis viergeschossigen Wohnhäusern bebaut. Sie bilden Cunitz zufolge eine Art schützenden Mantel für das Innere des Quartiers. Dort sollen Häuser mit maximal zwei Geschossen entstehen. Auch ein multifunktionales Gebäude ist vorgesehen, das Platz für eine Kindertagesstätte, andere soziale Einrichtungen und Gastronomie bietet. Südlich davon möchten die Planer einen Spielplatz anlegen.

          Grundschule, Halle und Kindergarten

          Südlich der in Ost-West-Richtung verlaufenden Hauptstraße Am Zehntenreis wird mit drei inselförmig angelegten Villengebieten der Nachfrage nach Grundstücken für Einfamilienhäuser nachgekommen. Bis zu 30 solcher Häuser mit maximal zwei Vollgeschossen sollen sich jeweils um eine der drei ringförmigen Straßen gruppieren.

          Im Nordosten sollen eine Grundschule samt Turn- und Schwimmhalle sowie eine Kindertagesstätte errichtet werden. Insgesamt sind vier Standorte für Kitas geplant. Die meisten Wege sollen eine geschwungene Form bekommen, was den Verkehr bremsen soll. Nur einige wenige Straßen mit Versorgungsleitungen sollen gerade angelegt werden.

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