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Frankfurt : Randalierer verletzen Polizisten schwer

Rauchbomben vor der Europäischen Zentralbank Bild: REUTERS

Schwere Ausschreitungen haben eine Demonstration von einigen tausend Kapitalismus-Kritikern in Frankfurt überschattet. Mehrere Demonstranten und Polizisten wurden zum Teil schwer verletzt, ein Beamter liegt auf der Intensivstation.

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          Bei einer Demonstration von mehreren tausend Kapitalismusgegnern ist es am Samstag in der Frankfurter Innenstadt zu Ausschreitungen gekommen. Mehrere Demonstranten und Polizisten wurden zum Teil schwer verletzt, ein Beamter liegt auf der Intensivstation. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben mindestens 150 Personen fest.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Schon eine Viertelstunde nach dem Start des Protestzuges am Hauptbahnhof rissen Vermummte am Kaiserplatz mehrere Polizeiabsperrungen nieder und bewarfen Beamte mit Feuerwerkskörpern. An der Bethmannstraße warfen Demonstranten aus dem hinteren Teil des Zuges mit Glasflaschen und Pflastersteinen mehrere Schaufensterscheiben ein, zerstörten eine Klingelanlage und rissen einen Gullideckel aus dem Boden. An der Berliner Straße in Höhe der Hasengasse zerschlugen Maskierte unter „Fight the Police!“-Sprechchören die Fensterfassade der Innenstadtwache. Auch dort flogen Steine und leere Bierflaschen. In der Menge wurden immer wieder Bengalofackeln und Feuerwerkskörper gezündet. Daraufhin schlossen sich weitere Gruppen von Autonomen zusammen und zogen auf die Zeil. Dort zerstörten sie Schaufenster von Geschäften und schlugen einen Wachmann nieder. Auch am Römer wurden Scheiben eingeworfen. Bis in die Nacht zogen Kleingruppen durch die Innenstadt.

          Ursprünglich wollten die Demonstranten unter dem Motto „Capitalism is the Crisis“ bis zur Baustelle des neuen EZB-Gebäudes auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle ziehen. Die Polizei sprach von rund 3000, die Organisatoren von bis zu 5000 Teilnehmern. Auch in anderen europäischen Städten und in New York fanden Demonstrationen statt.

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