https://www.faz.net/-gzg-7gm98

Frankfurt : Mehr Einwohner mit ausländischen Wurzeln

Bei den Kindern und Jugendlichen in Frankfurt betrug die Zahl derer, die einen sogenannten Migrationshintergrund haben, sogar knapp über 50 Prozent. Bild: Gyarmaty, Jens

Rund 21 Prozent aller Frankfurter sind zuletzt als Deutsche mit ausländischen Wurzeln gemeldet gewesen. Bei den Kindern sind es mehr als die Hälfte - und damit so viele wie noch nie.

          Rund 21 Prozent aller Frankfurter sind zum Jahresende als Deutsche mit ausländischen Wurzeln gemeldet gewesen. Bei den Kindern und Jugendlichen betrug die Zahl derer, die einen sogenannten Migrationshintergrund haben, sogar knapp über 50 Prozent. Diese Zahlen sind so hoch wie nie zuvor. Grund ist ein neues Verfahren der Datenerhebung, wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht. Nach der alten Methode hatten die Statistiker nur knapp 15 Prozent als Deutsche mit ausländischen Wurzeln registriert.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Anders als bisher werden nun auch diejenigen im Melderegister als Deutsche mit Migrationshintergrund registriert, die mindestens einen Elternteil haben, der aus dem Ausland stammt. Die Statistiker sprechen von einer „familiären Migrationserfahrung“. Zudem werden nun auch im Ausland geborene Deutsche zu dem Personenkreis hinzugezählt. Bisher hatten die Statistiker nur Personen berücksichtigt, die selbst einen Migrationshintergrund haben, etwa weil sie über die doppelte Staatsbürgerschaft verfügen.

          Wichtig für die Jugend- und Sozialplanung

          Die für Statistik zuständige Dezernentin Rosemarie Heilig (Die Grünen) lobte den Methodenwechsel. Mit ihm werde „eine wichtige Informationslücke gefüllt“. Die Daten seien unter anderem wichtig für die Jugend- und Sozialplanung sowie für die Integrationspolitik. Heilig verwies auch darauf, dass die Zahlen besser zu vergleichen seien, weil auch andere Städte dieses Verfahren nutzten.

          Die Statistiker haben ermittelt, dass der Anteil der Deutschen mit Migrationshintergrund in den Stadtteilen sehr unterschiedlich ist: Am höchsten ist er am Frankfurter Berg mit knapp 30 Prozent, am niedrigsten in Harheim mit rund elf Prozent. Der größte Teil stammt aus der Türkei, viele Frankfurter kommen aus Polen, Marokko, der Russischen Förderation und Iran. Daneben leben in Frankfurt fast 180 000 Ausländer, sie stellen 26,3 Prozent der Bevölkerung.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.