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Grundschüler in Frankfurt : Betreuung kurzfristig gesichert

Gute Stimmung: Stadt und Eltern freuen sich über ein konstruktives Miteinander und Fortschritte in der Nachmittagsbetreuung. Bild: Grimm, Lena

Viele Eltern in Frankfurt können aufatmen: Im neuen Schuljahr sollen mehr Grundschüler am Nachmittag betreut werden können. Bei der Berechnung des Bedarfs läuft immer noch nicht alles rund.

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          Rechtzeitig vor Ende der Ferien sind in mehreren Stadtteilen Lücken im Betreuungsangebot für Grundschüler geschlossen worden. Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) nannte am Donnerstag den Frankfurter Berg und Berkersheim als Beispiele. Es sei gelungen, an der Albert-Schweitzer-Schule die Nachmittagsbetreuung von 78 Grundschülern aus beiden Stadtteilen sicherzustellen. Daran hätten Elterninitiativen, Kinderbeauftragte, Schulleitung, der städtische Träger Kita Frankfurt und das Stadtschulamt mitgewirkt, sagte Weber.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auch in anderen Stadtteilen habe das Team des Bildungsdezernats mit den Beteiligten Lösungen erarbeitet, so dass kurzfristig Betreuungskapazitäten entstanden seien – unter anderem in den Bezirken der Franckeschule in Bockenheim, der Kirchnerschule in Bornheim, der Linnéschule im Ostend, der Michael-Grzimek-Schule in Nieder-Eschbach und der Schule am Erlenbach in Nieder-Erlenbach. Weber sagte, seit ihrem Amtsantritt vor gut einem Jahr seien rund 1150 Plätze zur Nachmittagsbetreuung von Grundschülern in der sogenannten Erweiterten Schulischen Betreuung, also direkt in den Schulen, sowie in den Horten hinzugekommen.

          Konstruktives und freundliches Miteinander

          Im vergangenen halben Jahr hatten in vielen Stadtteilen Eltern gegen den Mangel an Betreuungsplätzen protestiert. So hatten Schwanheimer Familien 930 Unterschriften gesammelt und an Weber überreicht. Marita Kneisel, die Kinderbeauftragte für den Stadtteil, zeigte sich nun mit dem erreichten und angekündigten Ausbau des Angebots zufrieden. Weber habe mitgeteilt, in Absprache mit dem Caritasverband Frankfurt die zurzeit im Bau befindliche neue Kita Nürburgstraße 7 in einen Hort mit 60 Plätzen umzuwandeln. Die Eröffnung sei nach dem Ende der Bauarbeiten für Mitte November vorgesehen. Zudem sei geplant, die Erweiterte Betreuung an den Grundschulen des Stadtteils, der Minna-Specht-Schule und der August-Gräser-Schule, weiter auszubauen.

          Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Römer, Hubert Schmitt, stellte seiner Dezernentin ein gutes Zeugnis aus. „Das schnelle und flexible Handeln hat dazu geführt, dass Stadtteile, die zum Teil viele Jahre unter der Betreuungssituation gelitten haben, erstmals so etwas wie aufatmen können.“ Es sei aber klar, dass andernorts Nachholbedarf bestehe. So fehlten in Griesheim und Unterliederbach noch Plätze, dort würden Gespräche über den Ausbau geführt.

          Leider würden in den Bedarfsprognosen nur die Kinder berücksichtigt, die in Frankfurt geboren würden, sagte Schmitt. Umstände wie der Brexit oder Migrationsbewegungen seien zwar schwer vorherzusehen, sollten aber auch Eingang in die Berechnungen finden. Wenn es zu Engpässen komme, sei ein konstruktives und freundliches Miteinander wichtig. Dass Weber einen solchen Umgang – „besonders im Vergleich zur Vorgängerin“ – pflege, werde in den Schulgemeinden sehr geschätzt.

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