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Verkauf „ab Laube“ : Opiumhandel in Kleingartenanlage

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Prozessauftakt: Von einer Kleingartenanlage aus soll ein Mann mit Opium gehandelt haben. Bild: dpa

Drogenhandel im Grünen: Von einer Kleingartenkolonie aus soll ein Mann kiloweise Opium verkauft haben. Nun wird ihm der Prozess gemacht.

          In einer Gartenlaube mit Blick auf den Frankfurter Fernsehturm soll kiloweise Opium verkauft worden sein. Ein Mann, der laut Anklage an dem Rauschgifthandel im Grünen beteiligt war, steht seit Dienstag vor dem Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 37 Jahre alten Mann vor, Besitzer von mindestens 65 Kilogramm Opium gewesen zu sein.

          Der Stoff war in einer Gartenlaube sowie in einem Komposthaufen in einer Kleingartenanlage in Frankfurt-Ginnheim versteckt. In mehreren Durchsuchungsaktionen wurden die Drogen im Februar von der Polizei beschlagnahmt. Über telefonische Überwachungsmaßnahmen sowie Verbindungspersonen kamen die Beamten auf den Angeklagten, der daraufhin festgenommen wurde.

          Vor Gericht gab der mutmaßliche Täter am ersten Verhandlungstag lediglich zu, rund 65 Kilogramm Opium auf Bitten eines Bekannten in seiner Wohnung in Offenbach zwischengelagert zu haben. Mit dem Kleingarten habe er nichts zu tun. Zeugenaussagen zufolge hatte der Pächter der Parzelle die Schlüssel an Bekannte „zur Pflege“ weitergegeben. Laut Anklage wurden dort mindestens 22 Kilogramm Opium „ab Laube“ verkauft.

          Die Strafkammer hat für den Prozess zwei weitere Verhandlungstage bis Anfang September terminiert.

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