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Frankfurter Hauptbahnhof : Mann nach tödlicher Messerattacke in Klinik eingewiesen

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Entscheidung des Landgerichts: Infolge der psychischen Erkrankung des Mannes gehe von ihm eine dauerhafte Gefahr für die Allgemeinheit aus. Bild: Lakuntza, Nerea

Das Landgericht Frankfurt hat den Messerstecher vom Omnibus-Parkplatz am Hauptbahnhof dauerhaft in eine Psychiatrie eingewiesen. Der Mann hatte im vergangenen Jahr einen ihm Unbekannten erstochen.

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          Nach einer tödlichen Messerattacke auf einem Omnibus-Parkplatz am Frankfurter Hauptbahnhof ist ein 35 Jahre alter Mann am Freitag vom Landgericht Frankfurt dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht worden. Infolge seiner psychischen Erkrankung gehe von ihm eine dauerhafte Gefahr für die Allgemeinheit aus, hieß es in der Entscheidung. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten ebenfalls die Einweisung beantragt und verzichteten auf Rechtsmittel (Az.: 3390 Js 227641/20).

          Der Vorfall hatte sich im Juni vergangenen Jahres ereignet. Kurz nachdem der Bulgare mit dem Bus aus seiner Heimat nach Frankfurt gekommen war, attackierte er am Rand des Parkplatzes einen ihm völlig unbekannten Vierzigjährigen  mit 14 Messerstichen. Das Opfer starb noch am Tatort.

          Zur Begründung sagte der bereits in Bulgarien psychisch auffällig gewordene Täter, innere Stimmen hätten ihm die Tötung eines Menschen befohlen. Rechtlich ging die Schwurgerichtskammer von einem Totschlag aus. Zum Tatzeitpunkt aber habe dem Beschuldigten die Einsicht in das von ihm begangene Unrecht gefehlt.

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