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Frankfurt : Mann beschädigt KZ-Gedenkbinden

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Beharrliches Gedenken: Unterstützer der Aktion “Mitten unter uns“, hier auf der Frankfurter Zeil. Bild: Cornelia Sick

Am Frankfurter Museumsufer hat ein Mann Baumbinden, mit denen KZ-Häftlingen gedacht werden sollte, zerschnitten. Der Mann ist der Polizei wegen ähnlicher „politisch rechts motivierter“ Taten bekannt.

          Weil er am Frankfurter Museumsufer ein Kunstwerk zum Gedenken an NS-Opfer beschädigt haben soll, hat die Polizei einen 61 Jahre alten Mann vorläufig festgenommen. Zeugen hätten am Montag beobachtet, wie der Mann an Bäumen befestigte Stoffbinden mit einem Taschenmesser durchschnitt, teilte die Polizei am Dienstag mit. Dabei handelt es sich um ein Kunstprojekt zum Gedenken an die ehemaligen Häftlinge der KZ-Außenlager Adlerwerke.

          Der 61-Jährige wurde vernommen und daraufhin wieder auf freien Fuß gesetzt. Er habe zugegeben, schon einmal solche Stoffbinden durchgeschnitten zu haben. Wegen ähnlicher „politisch rechts motivierter“ Straftaten sei er der Polizei bereits bekannt, erklärte ein Sprecher. Nun wird wegen Sachbeschädigung ermittelt.

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