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„Frankfurt liest ein Buch“ : Zierrat und Entrümpelung

Hat dem Frankfurter Westend einen Roman gewidmet: Schriftsteller Martin Mosebach Bild: Andreas Müller

Der Schriftsteller Martin Mosebach hat das Buch zur Stadt geschrieben. Deshalb wird im Mai dem Roman „Westend“ das Festival „Frankfurt liest ein Buch“ gewidmet. Es stellt die Fragen von heute.

          Der ganze Bunker ist voller Möbel. Plötzlich wird Eduard Has klar, dass der herrenlose Trödel, dessen Besichtigung ihm ein Ramschhändler ermöglicht hat, an diesem Ort nur versammelt werden konnte, weil ihm ein Berg von Leichen entspricht. Das alte Frankfurt ist in den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs untergegangen, die Besitzer vieler Frankfurter Tische, Sessel und Schränke sind tot und dort, wo sich noch etwas erhalten hat vom Prunk und Komfort der alten Zeit, im Westend, dem großbürgerlichen Wohnviertel aus dem Kaiserreich, wird ausgekämpft, was aus Resten und Überbleibseln wird.

          Florian Balke

          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Bunkerbesuch nimmt in Martin Mosebachs „Westend“ nur ein paar Zeilen ein. Aber er ist eine von unzähligen Episoden, die im Gedächtnis bleiben. Im Mai ist dem Roman, der mehrere Familien und die Zeit des Wiederaufbaus beschreibt, das Festival „Frankfurt liest ein Buch“ gewidmet. Und weil der Roman knapp 900 Seiten lang ist, lohnt es sich, mit der Lektüre schon jetzt zu beginnen, auch wenn Fans des Festivals, das in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfindet, sonst gerne warten, bis es angelaufen ist, um bei Lesungen, Gesprächen und Stadtspaziergängen angeregt über gemeinsam Gelesenes zu plaudern. Aber wenn nach dem lustigsten Roman, „Die Vollidioten“ von Eckhard Henscheid, dem traurigsten, „Abschaffel“ von Wilhelm Genazino, und dem bedeutendsten, „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers, nun der deutlich längste dran ist, muss der vorausschauende Leser sich wappnen. Gestern wurde das Programm des Festivals vorgestellt, das unter www.frankfurt-liest-ein-buch.de zu finden ist. Die vom Hamburger Rowohlt-Verlag herausgebrachte Neuausgabe des Romans ist für 20 Euro im Buchhandel erhältlich, es kann also losgehen.

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