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Integrationsbericht : Jeder zweite Frankfurter hat ausländische Wurzeln

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„Frankfurt wird noch bunter, noch enger, vielfältiger, spannender, aber auch spannungsvoller“: Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg Bild: Helmut Fricke

Die Stadt Frankfurt legt ihren ersten „Integrations- und Diversitätsbericht“ vor. Eine Erkenntnis: Fast jeder zweite Einwohner hat Vorfahren, die jenseits der deutschen Genzen groß geworden sind.

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          Bereits im nächsten Jahr wird jeder zweite Frankfurter einen Migrationshintergrund haben. Das geht aus dem ersten umfassenden „Integrations- und Diversitätsbericht“ der Stadt hervor, den die zuständige Dezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Die Grünen) am Montag vorlegte. Den jüngsten Zahlen zufolge liegt der Migrantenanteil in Hessens größter Stadt bei 47 Prozent - bei Kindern unter sechs Jahren beträgt er bereits 68 Prozent.

          Unter den Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter sind 53 Prozent Deutsche ohne Migrationshintergrund; 21 Prozent haben einen deutschen Pass, aber ausländische Wurzeln; 26 Prozent besitzen eine fremde Staatsangehörigkeit.

          „Frankfurt wächst“, sagte Eskandari-Grünberg: „Es wird noch bunter, noch enger, vielfältiger, spannender, aber auch spannungsvoller. Dies ist die demografische Realität Frankfurts.“

          Der Bericht listet 200 städtische Maßnahmen auf, um Migranten zu unterstützen. Seit die Stadt 2010 ihr Integrationskonzept verabschiedet habe, habe sich viel getan, sagte die Dezernentin. Aber nicht immer sei gut gemeint auch gut gemacht: „Es besteht weiterhin ein Riesenbedarf.“ Nötig sei unter anderem, den Ausländeranteil in der Verwaltung zu erhöhen. Aktuell liegt er bei 14 Prozent.

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