https://www.faz.net/-gzg-7ymd8

Frankfurter Flughafen : Großer Auftritt für den neuen Airbus

Premiere: Zum ersten Mal steht ein Airbus A 350 im Linienbetrieb am Gate in Frankfurt. Bild: Frank Röth

Nach dem ersten Linienflug landet der A350 von Qatar Airways in Frankfurt. Er gilt als leise und sparsam. Aber über den neuen Airbus kann sich nicht nur Fraport freuen, sondern auch Rolls-Royce.

          2 Min.

          Premiere in Frankfurt. Mit der Landung des Airbus A350 XWB der Qatar Airways in Frankfurt beendete das als besonders sparsam und leise geltende Passagierflugzeug seinen weltweit ersten Linienflug. Das Flugzeug wird von nun an täglich Doha, die Hauptstadt des Emirats Qatar am Persischen Golf, mit Frankfurt verbinden. Ende Dezember hatte der Flugzeughersteller Airbus diese erste von alles in allem 80 Maschinen des Typs A350 XWB an Qatar Airways, den ersten Kunden für dieses Flugzeug überhaupt, ausgeliefert.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Bernhard Biener

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Anke Giesen, Vorstand Operations des Flughafenbetreibers Fraport AG, nannte die Einführung des A350 „einen Meilenstein in der Geschichte der Luftfahrt“. Und der Flughafen Frankfurt sei stolz darauf, an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt gewesen zu sein. Giesen wies darauf hin, dass es in Frankfurt Tradition habe, sich an der Einführung neuer Flugzeuggenerationen zu beteiligen und sich auf deren Linieneinsatz umfassend vorzubereiten. So habe man sich beim Bau des Terminals 1 von vornherein auf die Anforderungen des damals größten Passagierflugzeuges der Welt, der Boeing B747, eingestellt. Und bei der Einführung des inzwischen größten Passagierjets der Welt, des Airbus A380, sei Frankfurt schon von 2005 an mit Abfertigungstests und als Ziel von Erprobungsflügen beteiligt gewesen.

          A350 bringt Arbeit nach Oberursel

          Über die Premiere des Airbus 350 konnten sich aber nicht nur die Mitarbeiter des Flughafenbetreibers Fraport freuen, sondern auch die der Rolls-Royce-Dependance in Oberursel. Denn Komponenten des neuen Triebwerks des A350 werden dort in einem neuen, Blisk genannten Verfahren gefertigt. Dabei werden die Turbinenschaufeln nicht mehr an die Scheiben gesteckt, sondern Scheibe und Schaufeln werden mittels einer Elektronenstrahl-Schweißvorrichtung aus einem einzigen Werkstück hergestellt. Dank dieser Technik wiegt der sogenannte Hochdruckverdichter des A350 XWB-Triebwerks 15 Prozent weniger als das gleiche Bauteil anderer Triebwerke. „Oberursel ist das Kompetenzzentrum für dieses Verfahren im ganzen Rolls-Royce-Konzern“, sagte Geschäftsführer Holger Cartsburg.

          Bisher sind in Oberursel 20 Serienbauteile für die neuen Triebwerke des A350 XWB gefertigt worden. 60 weitere waren zuvor für die Entwicklung entstanden, jedes im Wert eines „gut ausgestatteten Sportwagens“. Der Rhythmus steige von einem im Monat auf eines alle zwei Wochen, erläuterte Cartsburg. In zwei Jahren wolle man eines am Tag fertigstellen. Rolls Royce hat schon 1500 dieser Triebwerke verkauft, bevor das erste Flugzeug regulär damit geflogen ist. Die Ingenieure am Standort Dahlewitz haben sie mitentwickelt. Zusammengebaut werden sie in Derby in England.

          Im Werk Oberursel werden auch Teile für andere Rolls-Royce-Triebwerke gebaut. Außerdem warten die Mitarbeiter dort Hubschrauberturbinen. In den vergangenen 25 Jahren habe sich der einst rein militärische Klöckner-Humboldt-Deutz-(KHD)-Standort gewandelt, sagte Cartsburg weiter. Heute stellten hier die fast 1300 Mitarbeiter von Rolls Royce zu 90 Prozent zivile Komponenten her.

          Weitere Themen

          Am nächsten Morgen war er tot

          Prozessbeginn in Frankfurt : Am nächsten Morgen war er tot

          Am Freitag hat am Landgericht Frankfurt der Prozess um einen fatalen Streit unter Freunden in Hattersheim begonnen. Die Strafkammer gibt an, dass der Fall komplizierter sein könnte, als bislang angenommen.

          Drei Tote nach Schüssen in Eddersheim

          Großeinsatz der Polizei : Drei Tote nach Schüssen in Eddersheim

          Die Polizei fand ihre Leichen auf einem Industriegelände in dem Stadtteil von Hattersheim und auf der gegenüberliegenden Seite des Mains. Anwohner hatten zuvor Schüsse gehört. Hintergründe zur Tat sind bislang unbekannt.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.