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Gentrifizierung : Die sieben Zwerge müssen ausziehen

Verkauft: Der Altbau im Nordend soll saniert werden. Der Mietvertrag mit der Krippe im Erdgeschoss wurde gekündigt. Bild: Ly, Martin

Im Frankfurter Nordend wird ein Wohnhaus verkauft und saniert. Mieter müssen ausziehen, es trifft eine Kinderkrippe. Auch die Stadt kann ihr nicht helfen.

          Mittwochabend um kurz vor sieben. In der Krippe „Die sieben Zwerge“ brennt noch Licht. Das ist ungewöhnlich, denn die Kinder und Erzieher sind um diese Uhrzeit eigentlich längst zu Hause. Auf den winzigen Stühlen um den winzigen Tisch haben sich die Eltern niedergelassen. Eine Mitarbeiterin des Trägers BVZ hat schlechte Nachrichten für sie. Zum 30. September müssen sie raus. „Dann müssen wir räumen“, sagt Kinga Derecskey-Sciortino.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Frist läuft zwar erst einen Monat später ab. Aber die Räume müssen noch zurückgebaut und hergerichtet werden. Die Krippe hat es sich in dem Altbau an der Neuhofstraße im Nordend gemütlich gemacht. Es gibt in einer Ecke eine kleine Grotte, auf deren Wand ein Zwerg hochklettert. An der Garderobe hängen viele Mäntelchen, die Wand ziert ein großer Baum. Wer auf ihren Stühlchen gesessen und von ihren Tellerchen gegessen hat, das fragen an der Neuhofstraße am nächsten Tag wohl nicht nur sieben, sondern elf Zwerge. Die Krippe hat eine Gruppe für Kinder von null bis drei Jahren und nutzt die Räume seit 2001. Der neue Eigentümer des Gebäudes ist die nbii GmbH aus Eschborn. Sie hat das Mietshaus bei einer Zwangsversteigerung erworben und plant eine Sanierung. Das Unternehmen will den Dachstuhl ausbauen und zu diesem Zweck im Vorgarten einen Kran aufstellen und einen Außenaufzug anbringen. „Wir werden das Gebäude sanieren. Unter diesen Bedingungen einen Kita-Betrieb aufrecht zu erhalten, ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich“, sagt Miriam Bardowicks, die für das Unternehmen spricht. Außerdem seien die Bauarbeiten mit viel Lärm und Staub verbunden. Aus der Kita sollen wahrscheinlich Wohnungen werden.

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