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Angespannter Immobilienmarkt : Frankfurt geht gegen illegale Mietangebote vor

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Frankfurts Kampf gegen illegale Vermietung: Stadt rechnet mit rund 3000 unangemeldeten „Businessapartments“. Bild: dpa

Wohnraum ist Frankfurt ist rar. Jetzt will die Stadt illegalen Mietangeboten auf Zeit einen Riegel vorschieben – und kommt dabei einen wichtigen Schritt voran.

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          Die Stadt Frankfurt hat im Kampf gegen illegale Mietangebote eine Million Euro an wirtschaftlichem Vorteil abschöpfen können. Wie das Planungsdezernat am Mittwoch weiter mitteilte, konnten innerhalb von knapp vier Monaten 395 nicht gemeldete Residenzwohnungen für den allgemeinen Wohnungsmarkt zurückgewonnen werden. „Das ist ein riesiger Erfolg und in dieser Höhe einmalig und damit ein klares Zeichen in die Branche“, sagte Dezernent Mike Josef (SPD). Die zurückgewonnenen Wohnungen seien zweckentfremdet - quasi hotelähnlich - genutzt worden.

          Insgesamt rechnet die Stadt mit rund 3000 unangemeldeten „Businessapartments“ oder „Residenzapartments“ etwa für Monteure oder Touristen. Ende Oktober hatte Josef angekündigt, gegen Anbieter von nicht genehmigten, tage- oder wochenweise möblierten Wohnungen vorzugehen.

          Es gehe darum, den Wohnungsmarkt etwas zu entspannen, aber auch um den Schutz des Hotelgewerbes. Die Anbieter seien „in der Regel professionalisierte und gewerblich organisierte Unternehmen“, sagte der Dezernent. Der ohnehin knappe und äußerst schützenswerte Wohnraum dürfe nicht zur rein kommerziellen Ware verkommen.

          Bauaufsicht fahndet nach Angeboten

          Mitarbeiter der Bauaufsicht fahnden gezielt nach entsprechenden Offerten im Internet, die mitunter zu Wucherpreisen angeboten werden. Bis zu 40 Euro pro Quadratmeter werden nach Erkenntnis des Dezernats für die möblierten Wohnungen verlangt, von denen viele nicht ordnungsgemäß angemeldet und genehmigt seien.

          Bei dem Betrag von einer Million Euro, der nun abgeschöpft wurde, handle es sich um die Einziehung von Gewinn in Zusammenhang mit Ordnungswidrigkeitsverfahren, erklärte die Leiterin der Bauaufsicht Simone Zapke. Das Geld werde der Stadt zufließen.

          Die Behörde geht auch weiter gegen illegale Ferienwohnungen vor. Seit Inkrafttreten der Ferienwohnungsatzung seien 83 Wohnungen aus unrechtmäßiger Nutzung für den Wohnungsmarkt zurückgewonnen worden. Die 2018 eingeführte Satzung schränkt den erlaubten Zeitraum auf acht Wochen ein. Zudem ist eine Genehmigung erforderlich.

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