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Flanieren, genießen, verweilen : Fünf Orte am Main, die man kennen sollte

Wasserspiele: Auch am Niederräder Mainufer finden die Frankfurter Erholung und Entspannung. Bild: Tobias Schmitt

An warmen Tagen drängen sich die Menschen in Frankfurt am Ufer zwischen Friedensbrücke und Eisernem Steg. Doch es gibt noch andere schöne Plätze am Main.

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          Leben am Fluss – so lautete in den neunziger Jahren die Devise, um den Main für die Frankfurter attraktiver zu machen. Seinerzeit waren die Uferzonen zum Teil verwahrlost, düster und auch unsicher. Es gab Erkundungsgänge, um herauszufinden, wie sich mehr Gastronomie an den Fluss bringen ließe. Entstanden sind daraus Biergärten und Bars am Nizza, unterhalb des Architekturmuseums und am Fuße des Eisernen Stegs. Heute ist es kaum vorstellbar, dass es die nicht schon immer gab – ebenso wie die Wohnviertel am Deutschherrnufer, oberhalb der Weseler Werft und am Westhafen. Auch die Grünflächen am Main sind längst hergerichtet und gepflegt. Das Nizza mit seinem besonderen Mikroklima gehört zu dem Sehenswürdigkeiten der Stadt, und die Plätze am Ufer sind bei schönem Wetter selbst im Herbst noch begehrte Treffpunkte. Regelmäßig bilden sich Menschentrauben vor dem Döner-Boot am Sachsenhäuser Ufer nahe der Alten Brücke, die schwimmenden Lokale am Eisernen Steg sind stets gut gefüllt, und auf den Liegewiesen ist oft kaum Platz zwischen den Picknickdecken zu finden.

          Patricia Andreae
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Alles in allem scheinen die Frankfurter ihren Fluss endlich ins Herz geschlossen zu haben. Und das nicht nur in der Innenstadt. Auch etwas vom Zentrum entfernt gibt es Orte, an denen es sich entspannt unter Bäumen am Ufer sitzen und beinahe vergessen lässt, dass die Betriebsamkeit der City nur einen Steinwurf entfernt ist. Solch ein Ort ist zum Beispiel das Licht- und Luftbad Niederrad, das auf einer Halbinsel am südlichen Ufer liegt. Dort kann geradezu Urlaubsstimmung aufkommen, wenn man sich noch mit Eis und Getränken aus dem LiLu-Kiosk bedient. Gleich gegenüber ist der Sommerhoffpark eine Oase, die sich zu entdecken lohnt, und etwas weiter stromabwärts kann man am Orange-Beach eine Rast unter der Alten Niederräder Brücke einlegen. Weiter westwärts lohnt die Wörthspitze, die am Zufluss der Nidda eine Halbinsel bildet, einen kleinen Abstecher auf dem Weg nach Höchst. Der Bolongaropalast und das Höchster Schloss bieten dort eine prachtvolle Kulisse für das Mainufer. Und an der Schiffsmeldestelle kann man einen Ausflugstag schön ausklingen lassen. Die Stadtgrenze hat man dort freilich noch nicht erreicht, allerdings durchquert der Main zunächst den Industriepark, weshalb der Mainradweg am südlichen Ufer entlangführt und erst in Sindlingen wieder an den Fluss zurückkehrt.

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