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Firmenlauf in Frankfurt : Fast 72.000 laufen durch die City

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Massenbewegung: Frankfurt war wieder die Jogging-Hauptstadt Europas. Bild: Fricke, Helmut

Ein Menschenstrom zieht durch Frankfurt: Zum Firmenlauf J.P. Morgan Corporate Challenge liefen dieses Jahr fast 72.000 Menschen von 2781 Firmen durch die Innenstadt. Das ist rekordverdächtig.

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          Menschen in Funktionsshirts und kurzen Hosen, sie sind überall. Sie strömen entlang den Hauptverkehrsachsen, sie quellen aus den Nebenstraßen und vereinigen sich hinter der Startlinie. Einmal im Jahr im Juni beherrschen die Firmenläufer die Frankfurter City, wo sonst um diese Zeit der Feierabendverkehr braust. Der J.P. Morgan Corporate Challenge hat auch 2014 wieder Zehntausende Menschen bewegt. Am Mittwochabend gingen bei sommerlichen Bedingungen 71735 Mitarbeiter von 2781 Firmen an den Start und bildeten auf der 5,6 Kilometer langen Strecke eine nicht enden wollende, bunte Laufgemeinschaft auf Frankfurter Asphalt. Ehrgeizige neben Entspannten, Athletische neben Überanstrengten, Chefs neben Sachbearbeitern. Läufer, für die 5,6 Kilometer ein Klacks sind, und Teilnehmer, für die 5,6 Kilometer einen persönlichen Marathon bedeuten. Bilden die mechanisch alle paar hundert Meter auf die Armbanduhr schauenden Spitzenläufer noch ein kleines Feld, füllt die große Masse bald die gesamte Breite der Straßen samt Gehweg aus.

          Das war 1993, als der Lauf erstmals in Frankfurt stattfand, noch anders. Mit Mühe brachten die Veranstalter damals 527 Starter aus 57 Firmen an den Start auf dem Römerberg. Doch schon wenige Jahre und immense Zuwachsraten später brauchte es mehr Platz für den Läuferansturm, der sich dann rund um die Alte Oper einfand. Aktuell ist das Frankfurter Rennen der von der amerikanischen Bank gesponserten Laufserie der größte Firmenlauf der Welt und die zweitgrößte Laufveranstaltung überhaupt. Als die Sieger nach wenig mehr als einer Viertelstunde im Ziel an der Senckenberganlage sind – der beste Mann benötigte 16:24, die schnellste Frau 18:59 Minuten –, hat sich noch nicht einmal die Hälfte der Masse überhaupt in Bewegung gesetzt. Manche Teilnehmer laufen in der City direkt an ihren Firmenzentralen vorbei – die lautstarke Anfeuerung der nicht laufenden Kollegen ist ihnen gewiss. Am Reuterweg konkurrieren eine Blaskapelle und eine Sambagruppe um die Aufmerksamkeit. An der Eschersheimer Landstraße tuscheln einige Läufer mit hochrotem Kopf vom „brutalsten Berg“ des Rennens.

          Nach dieser Lesart müsste das folgende leichte Gefälle von der Bremer Straße zum Reuterweg als rasante Talfahrt durchgehen. Doch das gemeinsame Rennen von Menschen aller Leistungs- und Gewichtsklassen macht schließlich den Reiz der Veranstaltung aus. Dazu ist es für einen guten Zweck. In diesem Jahr sind 258.500 Euro zusammengekommen, die an Projekte für junge Behindertensportler fließen. Und während die Teilnehmer auf der Strecke sind, werden an den 407 Firmentreffpunkten in den Grünanlagen Grills angefeuert, Buffets aufgebaut und Getränke serviert. Denn viele, das ist klar, bewegt auch die Aussicht auf das gemütliche Nachspiel zum Durchhalten auf der Strecke.

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