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Zum 90. Geburtstag : Frankfurt erinnert an Anne Frank

Tag des Gedenkens: Die Stadt Frankfurt erinnert mit einem Festakt in der Paulskirche an Anne Frank. (Archivbild) Bild: dpa

Ihr Tagebuch zählt zu den wichtigsten Zeugnissen über den Holocaust. Heute wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden. Die Stadt Frankfurt gedenkt ihr und blickt zurück.

          „Lasst mich ich selbst sein“, schreibt Anne Frank am 11. April 1944 im Amsterdamer Versteck in ihr Tagebuch. Da sind es nur noch knapp vier Monate bis zu ihrer Verhaftung und der anschließenden Deportation der gesamten Familie nach Auschwitz-Birkenau.

          Florian Balke

          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Heute vor 90 Jahren kam Frank, die im Frühjahr 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb, in Frankfurt zur Welt. Zu ihrem Gedenken begeht die Stadt, aus der das knapp fünf Jahre alte Mädchen Anfang 1934 fliehen musste, zusammen mit der Bildungsstätte Anne Frank zum dritten Mal den Anne-Frank-Tag. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto des Tagebucheintrags.

          Im Museum Judengasse zeigt eine Ausstellung von 10 bis 20 Uhr Stücke aus dem Besitz von Annes Familie, die ihr Cousin Buddy Elias vor sieben Jahren dem Jüdischen Museum übergab. Sie sollen im Familie-Frank-Zentrum zu sehen sein, das nach der Wiedereröffnung des Museums vom nächsten Frühjahr an zugänglich sein wird. Um 16 Uhr beginnt in der Paulskirche eine Gedenkveranstaltung, auf der neben Vertretern der Stadt und des nach dem Krieg von Annes Vater in Basel gegründeten Anne-Frank-Fonds die Philosophin Ágnes Heller und Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay sprechen. Informationen zum Programm gibt es unter www.bs-anne-frank.de.

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