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Frankfurt ein „Place to go“ : Und München ist nicht dabei

Schön hier: Frankfurt hat als „Place to go“ viele Ecke, die einen Besuch lohnen, nicht nur in der Innenstadt Bild: REUTERS

Der Frankfurter ist sich seiner Liebe zu seiner Heimatstadt nicht ganz sicher. Nun kommt Hilfe von außen: Die „New York Times“ preist Frankfurt als „Place to go“.

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          Der Frankfurter ist begierig nach Lob für seine Heimatstadt. Das kommt daher, dass er sich seiner Liebe zu ihr nicht ganz sicher ist. Jedes Mal, wenn wieder ein unbekanntes Umfrageinstitut ein Städteranking veröffentlicht, dann schaut der Frankfurter ängstlich nach, auf welcher Position sich seine Stadt einordnen musste. Und wenn das Ergebnis erfreulich ist, was in den vergangenen Jahren sehr häufig der Fall war, dann wird das von der Stadt und von den hiesigen Medien - ja, auch von uns - stolz präsentiert.

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Die Frage, ob die Daten valide sind und die Parameter nachvollziehbar gewichtet, wird lieber nicht näher beleuchtet. Es drängt sich fast der Verdacht auf, dass Frankfurt nur deshalb so oft vorne landet, weil sich niemand sonst so darüber freut. Wenn jemand den Münchnern erzählt, dass sie in einer schönen und lebenswerten Stadt leben, werden die nur grantelnd mitteilen, dass sie das schon vorher gewusst hätten.

          Frankfurt auf dem zwölften Platz

          Aber da die Dinge nun einmal so sind, wie sie sind, soll nicht verschwiegen werden, dass Frankfurt abermals einen schönen Erfolg verzeichnen kann. Die „New York Times“ hat „52 Places to go in 2014“ ausgewählt, also die 52 Orte auf der ganzen Welt, die man unbedingt besuchen sollte. Und Frankfurt ist dabei! Auf dem zwölften Platz! Und keine andere deutsche Stadt taucht auf! Nicht München! Und auch nicht Berlin, das uns nicht nur Suhrkamp abgeworben hat, sondern überhaupt die ganzen angesagten Künstler, die auf unsere Kosten an der Städelschule studiert haben.

          Gut, es ist nicht ganz klar, ob die Reihenfolge in der Liste eine Hierarchie darstellt, denn auf Platz vier rangiert die albanische Mittelmeerküste, Nummer zehn ist Rotterdam, die Perle der niederländischen Nordseeküste. Auch die Begründung ist für jene, die Frankfurt nicht nur von einem Wochenend-Trip kennen, etwas verwunderlich: Die Experten aus New York schreiben von einem Boom an neuen Restaurants und Clubs. Letztere haben derzeit eher die Angewohnheit zu schließen, und unter Ersteren wird das „Lamoraga“ hervorgehoben, von dem uns vor allem in Erinnerung ist, dass die Kleidung nach dem Besuch tagelang nach Essen gerochen hat. Aber hey, Schwamm drüber. Dass wir Gästen gegenüber unhöflich wären, das soll uns Frankfurtern niemand nachsagen.

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