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Frankfurt - Dortmund 2:0 : Eintracht weiter im Aufwind

  • Aktualisiert am

Foulspiel: Rosicky holt Jones von den Beinen Bild: dpa/dpaweb

Die Frankfurter Mannschaft von Trainer Funkel, der einen gelungenen 52. Geburtstag feierte, hat ihre Heimserie weiter ausgebaut und sich vorerst aus dem Abstiegskampf verabschiedet.

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          Aufsteiger Eintracht Frankfurt bleibt in der Fußball-Bundesliga auf dem Vormarsch und hat Borussia Dortmund von den Plätzen gestoßen, die eine Beteiligung am internationalen Geschäft ermöglichen.

          Die Hessen feierten am 52. Geburtstag von Trainer Friedhelm Funkel einen 2:0-Sieg und schafften mit dem vierten Spiel in Serie ohne Niederlage den Sprung auf Platz elf. Vor 47.800 Zuschauern in der Commerzbank-Arena erzielten Francisco Copado (9.) und Ioannis Amanatidis (84.) die Treffer. Der personell gebeutelte BVB rutschte auf Platz acht ab. Zudem müssen die Westfalen beim Hinrunden-Kehraus in einer Woche gegen Bayern München auf Spielmacher Tomas Rosicky verzichten, der in der 73. Minute wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah.

          Platzverweis für Rosicky

          „Das war völlig unnötig für einen Spieler mit solch einem Status und solchen Erfolgen“, schimpfte Borussen-Coach Bert van Marwijk, der allerdings auch seinem Kollegen Funkel eine Mitschuld gab, weil dieser an der Seitenlinie theatralisch für die Karte plädiert hatte. Das Spiel habe seine Mannschaft allerdings in der ersten Viertelstunde verloren. „Es war insgesamt zu wenig, wir sind nicht in die Zweikämpfe gegangen“, monierte van Marwijk, der auf Kapitän Christian Wörns (Bluterguß im Oberschenkel) verzichten mußte. Dafür kehrte in Sebastian Kehl ein anderer Internationaler ins Team zurück.

          Doch immer wieder stießen die in der Anfangsphase agilen Frankfurter durch die Viererabwehrreihe. „Wir waren heiß auf dieses Spiel“, sagte Kapitän Jermaine Jones. Nachdem Amanatidis nach nur 120 Sekunden aus elf Metern noch vorbei gezielt hatte, machte es der Spanier Copado besser, als er einen sehenswerten Angriff über Chris und den neu in die Eintracht-Elf gekommenen Benjamin Köhler mit seinem zweiten Saisontor abschloß. Alexander Meier (16./19.) und Amanatidis (26.) zielten anschließend entweder vorbei oder scheiterten an Roman Weidenfeller. Geschlagen wäre der BVB-Keeper kurz vor der Pause gewesen, als Delron Buckley bei einem Abwehrversuch in höchster Not fast ins eigene Tor getroffen hätte.

          Ständchen für Funkel

          Von Dortmunds WM-Kandidaten Rosicky und Ebi Smolarek war derweil so gut wie nichts zu sehen. Der teilweise in Frankfurt aufgewachsene Pole, der mit seiner Nationalmannschaft in der WM-Vorrunde auf Deutschland trifft, blieb blaß. „Das Spiel müssen wir schnell vergessen“, meinte er. Die einzige Chance des 24jährigen vereitelte der von Funkel nach den Ausfällen von Christoph Preuß und Patrick Ochs in die Abwehrformation beorderte Südkoreaner Du-Ri Cha (11.).

          Nach dem Seitenwechsel gehörte die erste Großchance den Dortmundern. Allerdings fand U-21-Nationalspieler David Odonkor in Eintracht-Keeper Oka Nikolov (51.) seinen Meister. In Odonkors Nachschuß warf sich Manndecker Marco Rehmer. „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir den Ausgleich bekommen hätten“, meinte Funkel. Auf der Gegenseite versäumten es Meier noch vor der Überzahlphase mit zwei „Hundertprozentigen“ (52./68.) und Köhler (53.), die Nerven ihres Coaches an seinem Ehrentag zu beruhigen, ehe Amanatidis mit seinem vierten Saisontor zur Stelle war, und die Fans das Geburtstagsständchen anstimmten.

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