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„Frankfurt Cleanup“ : Freiwillige sammeln tonnenweise Müll ein

  • Aktualisiert am

Müll in der Umwelt ist am Frankfurter Mainufer keine Seltenheit. Die Organisation „#cleanffm“ will das ändern (Archivbild). Bild: Patrick Junker

1000 Freiwillige, fast vier Tonnen Müllen: Beim „Frankfurt Cleanup“ haben Freiwillige die Stadt von Abfall befreit und E-Tretroller aus dem Main gefischt. Vor allem eine Gruppe wirft besonders häufig Müll in die Umwelt.

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          Säckeweise Kippen, Korken, Scherben und Pizzakartons: In einer großen Saubermachaktion haben Bürger in Frankfurt am Samstag geschätzt rund vier Tonnen Müll zusammengetragen. Nach Angaben der Organisation „#cleanffm“ machten rund 1000 Freiwillige mit. Sie zogen gruppenweise durch die Stadt und am Mainufer entlang. Dort seien unter anderem eine Waschmaschine und ein ausrangierter Kühlschrank gefunden worden. Aus dem Main fischten Standup-Paddler drei E-Roller.

          „Ich bin begeistert und beeindruckt von der Superaktion. Lieber wäre mir aber, wir bräuchten solche Tage nicht“, sagte Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig der Deutschen Presse-Agentur. Die Grünen-Politikerin verlangte mehr Sorgfalt im Umgang mit Verpackungsmüll. Bislang sei „von Umweltfreundlichkeit wenig zu merken“, kritisierte sie.

          Stärkeres Engagement für Sauberkeit

          Neben Heilig sammelten auch andere Politiker Abfall ein. Die Frankfurter CDU forderte ein stärkeres Engagement für Sauberkeit. Damit werde „auch das subjektive Sicherheitsgefühl“ gestärkt, hieß es in einer Mitteilung. Außerdem nutze Sauberkeit dem sozialen Frieden und der Attraktivität Frankfurts für Touristen.

          Aufgerufen zu „Frankfurt Cleanup“ hatte außer „#cleanffm“ die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH. Ihre Mitarbeiter holen die gefüllten Müllsäcke im Laufe des Wochenendes an 70 Plätzen ab. Zum „World Cleanup Day“ fanden am Samstag weltweit ähnliche Sauberkeitsaktionen statt.

          Die Kampagne „#cleanffm“ setzt sich für mehr Sauberkeit und Lebensqualität in Frankfurt ein. Seit 2017 versucht die Stadt so Müllsünder zum Umdenken zu bringen: Mit humorvollen Sprüchen, Hashtags, vielen Emojis und Sozialen Netzwerken. Inzwischen wurden 739 grüne Papierkörbe mit Emojis und Clean Facts in Frankfurt aufgestellt. Hiermit sollen vor allem junge Menschen angesprochen werden.

          Nach einer Studie, die von mehreren Stadtreinigungsunternehmen in Auftrag gegeben wurde, werfen junge Erwachsene (21-30) Jahre am häufigsten Müll in die Umwelt. Grund für das sogenannte „Littering“ ist nach dieser Studie aus dem Herbst 2016 auch nur in den seltensten Fällen der Mangel an Mülleimern. „#cleanffm“ versucht über Kommunikation und Information einen Bewusstseinswandel und eine Verhaltensänderung zu erreichen.

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