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Kultur- und Freizeitticket : Freier Eintritt für Kinder in Frankfurter Museen und Zoo

  • Aktualisiert am

Museumsbesuch: Zahlreiche Jugendliche und Kinder haben ab Juni freien Eintritt (Symbolbild). Bild: dpa

Trotz schwerer finanzieller Zeiten bietet Frankfurt für Kinder und Jugendliche freien Eintritt für Zoo und Museen an. Doch um das Ticket zu bekommen, müssen einige Bedingungen erfüllt werden.

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          Die meisten Kinder und Jugendlichen in Frankfurt müssen ab Juni in Museen und dem Zoo keinen Eintritt mehr zahlen. Oberbürgermeister Peter Feldmann und Kulturdezernentin Ina Hartwig (beide SPD) gaben am Freitag den Startschuss für das Kultur- und Freizeitticket „Kufti“. Das Ticket kann im Internet unter www.kufti.de bestellt werden und ist nach Pfingsten gültig.

          Beantragen können es Kinder und Jugendliche, die in Frankfurt wohnen oder zur Schule beziehungsweise eine Kita besuchen und deren Eltern zusammen unter 4500 Euro netto monatlich verdienen. Laut Stadt trifft das auf rund 80 Prozent der etwa 100.000 minderjährigen Frankfurter zu. Auch Kinder und Jugendliche außerhalb Frankfurts können ein „Kufti“ bestellen - dann kostet es 29 Euro pro Jahr. Einkommensnachweise müssen nicht hochgeladen werden, die Angaben würden aber stichprobenartig kontrolliert, hieß es bei der Stadt.

          Schon seit 2017 ist in Frankfurt der Eintritt für unter Achtzehnjährige in 16 Museen frei, die in städtischer Trägerschaft sind. Seither habe sich die Zahl der Besucher in dieser Altersgruppe fast verdoppelt, sagte Hartwig, Feldmann sprach von einem „Riesen-Erfolg“. Nun kommen weitere große Institutionen wie das Senckenberg Naturkundemuseum oder das Städel sowie der Zoo dazu. Insgesamt sind es nun über 30 Häuser, laut Hartwig „ein deutschlandweit einmaliges Projekt“.

          Die Karteninhaber müssen an der Kasse das Ticket vorzeigen, das Museum bekommt die entgangenen Eintritte dann von der Stadt voll ersetzt. Für das erste Jahr sei dafür eine Million Euro in den Haushalt eingestellt worden, sagte Feldmann. Obwohl die Corona-Krise große Löcher in den Haushalt reißen wird, will er an Angeboten wie dem „Kufti“ festhalten. „Das Ticket kommt zum rechten Zeitpunkt“, sagte er, „wir brauchen das gerade jetzt“, wenn Schulstunden ausfallen und für viele kein Urlaub möglich ist.

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