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„Muslim Fashion“-Schau endet : „Wichtige Diskussion ausgelöst“

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Die Ausstellung „Contemporary Muslim Fashions“ widmet sich der muslimischen Mode. Bild: Helmut Fricke

Die Ausstellung „Muslim Fashion“ in Frankfurt geht zu Ende. Das Museum Angewandte Kunst zieht nun Bilanz: Hass-Mails, Sicherheitskontrollen und 100.000 Besucher.

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          Die Schau war umstritten, aber für das Museum ein großer Erfolg: Am 1. September geht die Ausstellung „Muslim Fashion“ im Frankfurter Museum Angewandte Kunst zu Ende. Das Museum schätzt, dass bis dahin rund 100.000 Besuche gezählt werden.

          Die Reaktionen seien „größtenteils und überwiegend positiv“ gewesen, sagte der Direktor des Museums, Matthias Wagner K. der Deutschen Presse-Agentur. „Sie haben verstanden, dass das Kopftuch nicht Thema dieser Ausstellung ist.“ Erfreulich viele muslimische Familien hätten den Weg ins Museum gefunden - „das war toll“.

          Heftige Kritik bereits im Vorfeld

          Frankfurt hatte die Schau über die Ausdrucksformen muslimischer Mode in aller Welt aus San Francisco übernommen. Konzipiert wurde sie von dem ehemaligen Frankfurter Museumsdirektor Max Hollein. Anders als in den Vereinigte Staaten hatte es in Deutschland schon im Vorfeld heftige Kritik gegeben. Die Verantwortlichen machten sich zu „nützlichen Idioten des politischen Islam“, seien „Handlanger von Frauenunterdrückung“, lauteten einige der Vorwürfe.

          Das Museum erhielt Hass-Mails, die bis zu Morddrohungen gingen. Auf Anraten der Behörden wurden Sicherheitsschleusen installiert - mit Leibesvisitation und Taschenkontrollen. „Das war eine Belastung fürs Haus“, gibt Wagner K. zu. Nach etwa zwei Wochen wurden die Kontrollen zurückgefahren.

          Drohungen gingen zunächst weiter ein, inzwischen habe sich die Lage aber beruhigt. Wagner K. führt das auf die vielen Veranstaltungen zu dem Thema zurück. „Sie haben die unterschiedlichen Pole zusammengeführt.“ Gesellschaftlich sei die Ausstellung ein großer Erfolg: „Sie hat eine wichtige Diskussion ausgelöst und gezeigt, was ein Museum im 21. Jahrhundert leisten kann und muss.“

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