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Frankfurt auf der Baselworld : Neue Rödelheimer Zeitzeichen

Neu: SFL-Chronograpgh von Guinand Bild: Firma

Hochwertige mechanische Uhren kommen nicht nur aus der Schweiz oder Sachsen. Auch Frankfurt am Main ist eine Uhrenstadt. Sinn und Guinand zeigen Neuheiten anlässlich der Baselworld.

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          Markus Frank hat einmal gesagt, Frankfurt sei auch eine Stadt der Uhren. Einen stummen Beweis für die Richtigkeit seiner Worte trägt der CDU-Wirtschaftsdezernent der Stadt stets am linken Handgelenk: eine Uhr aus dem Hause Sinn Spezialuhren in Rödelheim. In diesem Stadtteil sitzt zudem ein weiterer Uhrenhersteller: Guinand.

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die traditionsreiche Marke hatte der Unternehmer Helmut Sinn, nachdem er Sinn 1994 an seinen Nachfolger Lothar Schmidt veräußert hatte, gekauft und aus der Schweiz nach Frankfurt und dort in den Stadtteil Rödelheim transferiert. Seit zwei Jahren führt der Frankfurter Matthias Klüh mit seiner Ehefrau Petra Stegelmann Guinand weiter. Beide haben seitdem schon einige Modelle auf den Markt gebracht, wobei es sich aber vor allem um sogenannte Facelifts handelte, also bekannte Uhren in neuem Gewand.

          Die ersten Modelle nach eigener Idee

          Nun aber, rechtzeitig zu der am Donnerstag eröffneten Leitmesse Baselworld, wartet Klüh mit den ersten beiden Modellen nach eigener Idee auf. Darunter ist eine auf 75 Stück limitierte Uhr mit einem nicht mehr erhältlichen Werk. Auch Sinn zeigt in Basel neue Modelle, allen voran den Einsatzzeitmesser 12.

          Das limitierte Modell, das 1500 Euro kostet, ist eine sogenannte Schnellschwinger-Uhr. Sie heißt so, weil das Automatikwerk mit 36 000 Halbschwingungen in der Stunde arbeitet – übliche Werke bringen es auf 28 800. Der Unterschied zeigt sich darin, dass der von dem Schnellschwinger angetriebene Sekundenzeiger fließender vorrückt als bei anderen mechanischen Werken üblich. Dieses Werk kommt in einer Fliegeruhr auf den Markt, die eine weitere Besonderheit aufweist: Das Datum kann an der Krone per Druck schnell verstellt werden. Durch seitlichen Flankenschutz ist die Krone geschützt und die Uhr wasserdicht. Das Zifferblatt ist auf gute Ablesbarkeit getrimmt. Die Stundenindizes und die Zeiger sind mit weißer Leuchtmasse belegt und strahlen in der Dunkelheit. Preis: 1490 Euro.

          Die zweite Novität von Guinand heißt SFL-Chronograph und wird von einem Automatikwerk Typ 7750 des Herstellers Eta angetrieben. Das Kürzel SFL steht für Stahl-Flieger-Lünette. Die Lünette besteht aus zwei miteinander verschraubten Ringen; der obere ist sechseckig, was ungewöhnlich ist. Guinand liefert als Spezialität dazu ein Armband aus Känguruleder, das als sehr reißfest gilt und weniger Wasser aufnimmt als Rindleder. Wer gleichwohl Rind bevorzugt, kann auch ein Band aus diesem Material bekommen, vernäht mit einem orangenen Faden.  

          Sinn fügt seiner Einsatzzeitmesser-Serie ein für den Luftrettungsdienst entwickeltes Modell hinzu. Der EZM 12 zeichnet sich optisch durch einen „aufwärtszählenden Innendrehring“ um das Zifferblatt aus. Notfallmediziner können dadurch erkennen, wann zehn Minuten und wann 60 Minuten vorbei sind. Hintergrund: Ein Patient soll spätestens eine Stunde nach dem Unfall in einer Klinik ankommen. Ein kritischer Patient soll sogar innerhalb von zehn Minuten versorgt und abtransportiert werden. Preis: 3250 Euro.

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