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Frankfurt als Kulisse : Eine Stadt wie im Kino

Ein Fall für Geisterjäger: Marshmallow Man auf der Großen Gallusstraße Bild: Jens Peter Kutz

Hollywood kann warten: Maria Jerchel und Jens Peter Kutz haben Frankfurt als Kulisse berühmter Filme interpretiert. Das Buch „Frankfurt – wie im Film“ lässt die Stadt so ganz anders erscheinen.

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          Was haben der Atzelbergplatz in Seckbach und Rocky Balboa gemeinsam? Tja, man muss nur sehr früh an einem halbsonnigen Wintermorgen da oben stehen und, bekleidet mit einem Hoody, die Faust recken wie einst der Boxer auf dem Kinoplakat von „Rocky“. Und dann noch wissen, dass es in Philadelphia, übrigens Partnerstadt von Frankfurt, einen Stadtteil namens „Frankford“ gibt. Wer sich dann der Skyline im Dunst zuwendet, hat es: „Frankfurt – wie im Film“. So heißt das im Hanauer Cocon Verlag erschienene Buch, für das Maria Jerchel und Jens Peter Kutz 99 Blicke auf Frankfurt gestaltet und interpretiert haben, die man so noch nicht gesehen hat.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die beiden gingen und gehen mit offenen Augen durch die Stadt, als eingefleischte Filmfans mit Bildern im Kopf, die sich bisweilen automatisch über die Wirklichkeit legen: „Brokeback Mountain“ am Jacobiweiher, „Ghostbusters“ in den Hochhausschluchten der Großen Gallusstraße, „Vom Winde verweht“ am Bethmann-Pavillon und, besonders erstaunlich, der gelbe Weg zum „Zauberer von Oz“, der plötzlich in der Schwanheimer Düne liegt: Es ist phantastisch, wie Kutz, der Fotograf, und Jerchel, die mit Texten und Recherchen Kino- und Stadtgeschichte zu einer Art cineastischem Stadtführer, durchaus mit Nutzwert, verbindet, Frankfurt so ganz anders erscheinen lassen.

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