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FAZ.NET-Hauptwache : Entbunden, spekuliert, gerettet

Da geht einem das Herz auf: In Dieburg retteten Polizisten sechs Entenküken. Bild: dpa

In der Finanzwelt gerät die Krawatte aus der Mode und beim EU-Wahlkampf werden in Frankfurt abstruse Spekulationen gewagt. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          2 Min.

          Guten Morgen!

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Die Krawatte ist ein eigenartiges Kleidungsstück. Sie signalisiert einerseits Seriosität und Formenbewusstsein und somit die Bejahung von Konventionen. Andererseits steht sie in ihrer Vielgestaltigkeit und Nutzlosigkeit auch für Kreativität. Beides mag dazu beigetragen haben, dass das Tragen eines Schlipses gerade in der Finanzwelt über Jahrzehnte obligatorisch war. Damit ist es allerdings vorbei, hat Bankenredakteur Daniel Schleidt bei verschiedenen Gelegenheiten beobachtet. Wie die Entscheidungsträger die Entwicklung erklären, ist auf der Titelseite der Rhein-Main-Zeitung zu lesen.

          Was wäre gewesen wenn, ist eine verführerische Fragestellung, die eigentlich immer zu nichtssagenden Antworten führt. Man kennt das von Fußballreportern, die nach einem knapp am Tor vorbeigegangenen Ball gerne die rhetorische Frage stellen, ob der Torhüter den Ball wohl gehalten hätte. Antwort: zumindest dann nicht, wenn er so aufs Tor gekommen wäre, dass der Torwart ihn nicht gehabt hätte. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat bei einem Wahlkampfauftritt in Frankfurt eine ähnlich abstruse Spekulation gewagt, als sie darüber räsonierte, dass Sophie Scholl, würde sie heute leben, mit dem Interrailticket durch Europa führe und Freundschaft mit Franzosen schlösse. Auch sonst ist es mit dem Europawahlkampf so eine Sache, über die wir aber unverdrossen berichten.

          Die Polizei hat am Sonntag in Dieburg sechs Entenküken gerettet, die durch einen Gully gefallen sind. Solche Geschichten erfreuen das Herz auch des härtesten Journalisten. Und glauben Sie mir, wenn wir heute auf Seite 3 der Rhein-Main-Zeitung über jene Tiere berichten, die der Frankfurter Zoo in andere Tierparks schickt, dann tun wir das nicht aus Quotengründen („Tiere und Kinder gehen immer“), sondern weil wir ein tiefes Interesse am Schicksal von Bonobo Bili und Zebra Shujaa haben. Die meisten Tierverschickungen geschehen übrigens, um für Nachwuchs zu sorgen. Wie im Fall von Ameisenbär Tamandua, der in Val-de-Reuil in der Normandie tätig werden soll. Vielleicht könnte Frau Kramp-Karrenbauer künftig auf dieses fruchtbare Beispiel deutsch-französischen Austausches zurückgreifen.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem will der SPD-Vorstand Nancy Faeser als Parteivorsitzende, warnt der Verband Bildung und Erziehung vor den Folgen übertriebenen Fastens während des Ramadans, hat Hessen im ersten Quartal bundesweit die meisten Steuern eingenommen.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Wetter

          Heute werden die Wolken dichter und am Nachmittag muss bei maximal 13 Grad mit Schauern gerechnet werden. In der Nacht lockert es wieder auf und es bleibt bei 6 Grad meist trocken.

          Geburtstag haben heute

          Horst Jung, Mäzen, Gründer und Geschäftsführer der Portas Deutschland Folien GmbH & Co.  Fabrikations KG, Dietzenbach (77); Rudolf Sehring, Aufsichtsratsvorsitzender der Sehring AG sowie von 1993 bis April 2019 Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Dreieich eG, Langen (72); Kirsten Uttendorf, Operndirektorin am Staatstheater Darmstadt (50).

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