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Fragwürdige Methoden : Foulspiel im Kommunalwahlkampf

Ein beschädigtes Wahlplakat der CDU an der Senckenberganlage in Frankfurt Bild: CDU

Zerstörte Plakate, Schmierereien, gefälschte Homepage: Im politischen Streit vor den Kommunalwahlen in Hessen fallen die Tabus.

          2 Min.

          Mietenwahnsinn und Verdrängung, Obdachlosigkeit und Armut, Sexismus und christlicher Fundamentalismus, Nazi-Netzwerke in der Polizei, Brandanschläge auf linke und feministische Wohnprojekte, Überschwemmungen und Dürren – all das soll die Frankfurter CDU verantworten oder zumindest hinnehmen. Von der radikalen Linken erhoben, wären das keine außerordentlichen Vorwürfe, aber sie stehen auf einer Website, die so aussieht, als sei sie die Plattform der Frankfurter CDU im Kommunalwahlkampf. Die Farben, die Schrift, das ganze Design entspricht dem der Christdemokraten. Im Impressum steht: CDU-Kreisverband Frankfurt/Main.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der wahre Urheber gibt sich nicht zu erkennen, die Server stehen offenbar im außereuropäischen Ausland, als verantwortlich für Webdesign und Programmierung wird „Coding Design Underground“ angegeben. Auf den vermeintlichen CDU-Seiten werden verschiedene Initiativen aus dem linken Spektrum empfohlen, unter anderen die Kampagne „Stadt für alle“, der Mietentscheid Frankfurt, Project Shelter, Copwatch Frankfurt, das Feministische Streikkollektiv und Fridays for Future, die zum Teil ihrerseits über soziale Netzwerke auf die gefälschte CDU-Homepage verweisen.

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