https://www.faz.net/-gzg-8ia04

Forschung : Insektizide schaden Bienen doch

  • Aktualisiert am

Abnahme: Tummeln sich weniger Bienen im Stock, kann das auch an Insektiziden liegen, die im Grunde gar nicht gegen Imken eingesetzt werden Bild: dpa

Ein Grund für das Bienensterben ist gefunden: Als Insektengifte eingesetzte sogenannte Neonikotinoide schaden den Tieren, wie Mainzer und Frankfurter Forscher herausgefunden haben. Das hat mit einem Botenstoff zu tun.

          1 Min.

          Wieso bestimmte Insektizide für das derzeitige Bienensterben verantwortlich sein können, haben Mainzer und Frankfurter Wissenschaftler herausgefunden: Sie entdeckten, dass sogenannte Neonikotinoide selbst in geringen Konzentrationen den im Futtersaft von Ammenbienen enthaltenen Botenstoff Acetylcholin vermindern. Das Signalmolekül ist jedoch für die Larvenaufzucht von Honigbienen wichtig. Wie die Universitätsmedizin Mainz am Mittwoch mitteilte, war der schädigende Mechanismus bislang nicht bekannt.

          „Unsere Forschungsergebnisse bestätigen das von Neonikotinoiden ausgehende Risiko für die Brutentwicklung von Honigbienen“, sagte Professor Ignatz Wessler vom Institut für Pathologie an der Universitätsmedizin Mainz. Die Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlichten die Wissenschaftler aus Mainz und der Frankfurter Universität in der Fachzeitschrift „Plos One“.

          Weil sehr hohe Dosen der Neonikotinoide den Bestand von Wildbienen, Hummeln und Königinnen reduzieren können, hat die Europäische Union laut Uni Mainz Ende 2013 den Einsatz drei solcher Insektizide bereits vorübergehend eingeschränkt. Befürworter des Insektizids machen für das Bienensterben hingegen die Varroamilbe verantwortlich.

          Video : Bienenhotels: Wo wilde Bienen heimisch werden

          Weitere Themen

          Wenn der Muschelsucher vorliest

          Literaturhaus Frankfurt : Wenn der Muschelsucher vorliest

          Der Krimiautor Jean-Luc Bannalec stellt im Literaturhaus in Frankfurt sein neues Buch „Bretonische Spezialitäten“ vor. Er liest zum ersten Mal in der Stadt, in der er als Jörg Bong bekannt ist.

          Warum sich jetzt mehrere Bewegungen zusammenschließen Video-Seite öffnen

          Klimaprotest in Frankfurt : Warum sich jetzt mehrere Bewegungen zusammenschließen

          Die Fridays for Future hat weltweit zu Demonstrationen aufgerufen. 2.300 Frankfurter folgten dem Aufruf unter dem Motto „There is no Planet B“. Am Freitagnachmittag fanden sich jedoch verschiedene Gruppen in der Innenstadt zusammen, um gemeinsam zu protestieren. Antrieb ist ein gemeinsamer Feind.

          Topmeldungen

          Pandemie in der Luft: Eine Flugbegleiterin auf einem Flug von Kairo nach Scharm al Scheich

          Reisewarnungen wegen Corona : Wie wird eine Region zum Risikogebiet?

          Das Auswärtige Amt tüftelt an den neuen Regeln für Reisen während der Corona-Pandemie. Einige Warnungen könnten wegfallen. Aber das ist kein Grund für allzu große Freude mit Blick auf Herbst- und Winterferien.
          Ein Foto Alexej Nawalnyjs mit seiner Frau Julia, das der russische Oppositionspolitiker am 25. September auf Instagram postete.

          Fall Nawalnyj : Der Kreml verstrickt sich in Widersprüche

          Die russische Regierung macht unterschiedliche Angaben zum Fall Nawalnyj. Dabei hat Präsident Wladimir Putin die Vergiftung mit Nowitschok nun bestätigt – indirekt.

          Klimastreik in Frankfurt : „Die Normalität ist pervers“

          Fridays for Future will sich breiter aufstellen: Mit anderen Gruppen demonstrieren die Klimaschützer nun als „intersektionales Bündnis“ gegen Kapitalismus, Kolonialismus, Rassismus und Sexismus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.