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Forschung : Insektizide schaden Bienen doch

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Abnahme: Tummeln sich weniger Bienen im Stock, kann das auch an Insektiziden liegen, die im Grunde gar nicht gegen Imken eingesetzt werden Bild: dpa

Ein Grund für das Bienensterben ist gefunden: Als Insektengifte eingesetzte sogenannte Neonikotinoide schaden den Tieren, wie Mainzer und Frankfurter Forscher herausgefunden haben. Das hat mit einem Botenstoff zu tun.

          Wieso bestimmte Insektizide für das derzeitige Bienensterben verantwortlich sein können, haben Mainzer und Frankfurter Wissenschaftler herausgefunden: Sie entdeckten, dass sogenannte Neonikotinoide selbst in geringen Konzentrationen den im Futtersaft von Ammenbienen enthaltenen Botenstoff Acetylcholin vermindern. Das Signalmolekül ist jedoch für die Larvenaufzucht von Honigbienen wichtig. Wie die Universitätsmedizin Mainz am Mittwoch mitteilte, war der schädigende Mechanismus bislang nicht bekannt.

          „Unsere Forschungsergebnisse bestätigen das von Neonikotinoiden ausgehende Risiko für die Brutentwicklung von Honigbienen“, sagte Professor Ignatz Wessler vom Institut für Pathologie an der Universitätsmedizin Mainz. Die Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlichten die Wissenschaftler aus Mainz und der Frankfurter Universität in der Fachzeitschrift „Plos One“.

          Weil sehr hohe Dosen der Neonikotinoide den Bestand von Wildbienen, Hummeln und Königinnen reduzieren können, hat die Europäische Union laut Uni Mainz Ende 2013 den Einsatz drei solcher Insektizide bereits vorübergehend eingeschränkt. Befürworter des Insektizids machen für das Bienensterben hingegen die Varroamilbe verantwortlich.

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