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Senckenberg-Forscher : Funde aus Grube Messel eine Million Jahre älter

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48 Millionen Jahre alt, nicht 47: Fossil aus der Grube Messel Bild: Kretzer, Michael

Schon bisher haben Fossilien aus der Grube Messel als ganz, ganz alt gegolten. Doch nach einer Analyse von Senckenberg sind sie noch betagter - und zwar eine Million Jahre.

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          Die Fossilien aus der Grube Messel bei Darmstadt sind eine Million Jahre älter als angenommen. Nach einer neuen Datierungsmethode ist das heutige Unesco-Weltnaturerbe nicht wie angenommen vor 47 Millionen Jahre entstanden, sondern vor 48 Millionen Jahre, wie das Senckenberg-Forschungsinstitut Frankfurt am Mittwoch mitteilte. Berühmt aus der Grube Messel ist das Urpferdchen.

          „Das hat einen entscheidenden Einfluss, wenn die Fossilien mit anderen Funden verglichen werden“, erklärte einer der Mitarbeiter, der Paläontologe und Geologe Olaf Lenz (45). „Wir sind in ein anderes Zeitalter gerutscht.“

          Steinalt: „Pumiliornis tessellatus“ hat zu Lebzeiten Nektar gesaugt.
          Steinalt: „Pumiliornis tessellatus“ hat zu Lebzeiten Nektar gesaugt. : Bild: dpa

          Die Grube Messel stammt nach den Berechnungen aus dem Untereozän und nicht aus dem Mitteleozän. Bei der Datierung verknüpften nach Senckenberg-Angaben Forscher erstmals Pflanzenpollen mit astronomischen Zyklen sowie Altersdatierungen an Gesteinen.

          Entstanden sein soll die Grube Messel bei einem Vulkanausbruch. Nachdem der Krater mit Wasser gefüllt war, wurde der See zur tödlichen Falle. Ertrunkene Tiere sanken laut Lenz in die sauerstofffreie Tiefe, wo sie nicht verwesten.

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