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Tumorforschung in Gießen : Mit umprogrammierten Fresszellen gegen Lungenkrebs

  • Aktualisiert am

Fatale Diagnose: Von den Patienten, bei denen Lungenkrebs festgestellt wird, leben nach fünf Jahren nur noch 14 Prozent. Bild: dpa

Die Heilungsaussichten bei Lungenkrebs sind nach wie vor schlecht. Forscher aus Gießen und Bad Nauheim haben neue Ideen für die Immuntherapie.

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          Einen möglichen neuen Ansatz, um Lungenkrebs zu behandeln, haben Wissenschaftler der Uni Gießen und des Max-Planck-Instituts für Herz-Lungen-Forschung in Bad Nauheim gefunden. Nach ihren Erkenntnissen könnte eine Therapie auf die sogenannten tumor-assoziierten Makrophagen zielen. Diese Immunzellen sammeln sich um den Krebs und sollen ihn eigentlich bekämpfen, können sein Wachstum aber auch fördern. Treten sie in großer Zahl auf, ist die Prognose des Patienten schlecht.

          Die Forscher haben als Ursache für den Rollenwechsel der Abwehrzellen einen Signalweg identifiziert, bei dem das Protein Beta-Catenin eine Rolle spielt. Wirkstoffe, die dort angreifen, könnten die auch Fresszellen genannten Makrophagen so umprogrammieren, dass sie den Tumor attackieren. Die Arbeit wurde in der Zeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht.

          Lungenkrebs ist oft tödlich; nur 14 Prozent der Erkrankten überleben die ersten fünf Jahre nach der Diagnose. Immuntherapien gibt es bereits, sie wirken aber nicht bei allen Patienten.

          Link zur Studie: https://advances.sciencemag.org/content/6/23/eaaz6105

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