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Forschung zu Narben : Was Fischflossen nachwachsen lässt

Nachwachsende Flossen: Die Zebrabärblinge haben dafür einen speziellen Signalweg. Bild: dpa

Die Zebrabärblinge machen es vor: Flossen können nachwachsen. Forscher aus Gießen und Bad Nauheim wollen ihre Erkenntnisse darüber für menschliche Gliedmaßen nutzen.

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          Abgetrennte Gliedmaßen einfach nachwachsen zu lassen, ist ein alter Traum der Medizin. Wissenschaftler der Uni Gießen sowie des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim haben nun eine Entdeckung gemacht, die dabei helfen könnte, ihn wahr werden zu lassen. Die Forscher um Sven Reischauer fanden einen Signalweg, der bei Zebrabärblingen dafür sorgt, dass verlorene Flossen oder sogar innere Organe binnen kurzer Zeit ersetzt werden.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Entscheidend dafür ist der sogenannte Interleukin-11-Rezeptor Alpha. Dieses Protein bewirkt, dass bestimmte Zellen – die Fibroblasten und Endothelzellen – die Regeneration von verletztem Gewebe unterstützen. Nachdem die Wissenschaftler diesen Signalweg ausgeschaltet hatten, wurde das Gewebe nicht mehr vollständig wiederhergestellt. Stattdessen entstanden Myofibroblasten. Dieser Zelltyp ist dafür verantwortlich, dass sich Narben bilden – so wie auch beim Menschen nach einer Verletzung.

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