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Image von Unternehmen : Messe Frankfurt genießt das höchste Ansehen

Der Sieger: Die Messe ist das angesehenste Unternehmen Frankfurts. Im Vordergrund steht Halle 3, dahinter Festhalle und Congress Center. Bild: Michael Braunschädel

Die Deutsche Bahn und große Bankhäuser schneiden bei einer Forsa-Umfrage über das Image regionaler Unternehmen schlecht ab. Die beste Note erhielt die Messe Frankfurt.

          Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa über das Image regionaler Unternehmen und Organisationen zeigt beträchtliche Unterschiede. Die beste Note erhielt die Messe Frankfurt, gefolgt von Eintracht Frankfurt und dem Flughafenbetreiber Fraport, während umgekehrt die Commerzbank, die Deutsche Bahn und die Deutsche Bank die letzten Plätze belegen.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Forsa hatte für diese Zeitung Ende Juli und Anfang August 1006 Frankfurtern die Frage gestellt, welche Meinung sie von 15 bekannten Unternehmen und Institutionen hätten. Die Teilnehmer sollten dabei in einer Spanne von plus fünf bis minus fünf Noten vergeben. Die 15 Institutionen fanden sich schließlich in einem Feld zwischen plus 2,6 und minus 1,0 wieder.

          Insgesamt eine positive Sicht

          Dass nur die Deutsche Bank unter Null notiert, zeigt zunächst, dass die Frankfurter insgesamt eine positive Sicht auf viele Institutionen haben, wenn auch nur vier von 15 auf eine Note von 2,0 oder besser kamen. Auffällig ist, dass sich auf den vorderen Plätzen mit der Messegesellschaft, Fraport und der Mainova ausschließlich Unternehmen finden, die weitgehend oder sogar ausschließlich in öffentlichem Eigentum sind. Das erste Privatunternehmen findet sich mit der zu Oetker zählenden Binding-Brauerei auf Platz vier. Bei den beiden Verkehrsunternehmen Rhein-Main-Verkehrsverbund und Verkehrsgesellschaft Frankfurt entschieden sich die Teilnehmer der Befragung für ein salomonisches Urteil und gaben beiden nahezu die gleichen Noten. Blickt man auf die beiden wichtigsten Konkurrenten im Privatkundengeschäft der Kreditinstitute in der Stadt, die Frankfurter Sparkasse und die Frankfurter Volksbank, war das Urteil sogar völlig gleich.

          Interessanterweise liegen auch die beiden Industrieunternehmen in der Tabelle, Sanofi und Opel, nahe beieinander. Dass sich zwischen die beiden Großbanken am unteren Ende der Tabelle noch die Deutsche Bahn geschoben hat, zeigt, dass die Befragten nicht per se bei öffentlichen Unternehmen milde gestimmt sind, sondern sehr wohl zwischen den verschiedenen Gesellschaften und ihren Leistungen zu unterscheiden wissen.

          Ältere Menschen milder gestimmt als jüngere

          Messegesellschaften erfreuen sich auch in anderen Städten, in denen Forsa ähnliche Umfragen vorgenommen hatte, großer Beliebtheit. So schneidet in Dortmund die dortige Messegesellschaft mit den Westfalenhallen noch besser ab als jene in Frankfurt, und auch in der westfälischen Metropole ragen an den Messeveranstalter weder die örtlichen Kreditinstitute noch der Flughafen oder die Verkehrsbetriebe heran. Vergleicht man wiederum die Noten der Messegesellschaften verschiedener Orte untereinander, so wird Frankfurt in der Tat nur von Dortmund geschlagen, die Kölner, Berliner und Hamburger Konkurrenz erreicht die Frankfurter Note nicht.

          Der Verlierer: Die Deutsche Bank kommt am schlechtesten weg.

          Der Blick auf andere Städte zeigt aber auch, dass es durchaus Unterschiede in der Benotung gibt. In Köln liegen Sparkasse und Volksbank ebenso gleichauf wie in der Mainmetropole, in Hamburg aber schneidet die Sparkasse, in Dortmund wiederum die Volksbank besser ab. Dass in Berlin der Flughafen mit minus 3,5 eine Note erreicht, der gegenüber sogar die Bewertung der Deutschen Bank in Frankfurt noch komfortabel erscheint, überrascht nicht. Den Managern des Rhein-Main-Verkehrsverbunds und der Verkehrsgesellschaft Frankfurt wiederum muss zu denken geben, dass die Verkehrsbetriebe anderer Großstädte zum Teil besser abschneiden, namentlich die von Hamburg und Dortmund. Die Berliner und die Kölner hingegen sind mit ihrem öffentlichen Nahverkehr weniger zufrieden als die Frankfurter mit RMV und VGF.

          In der Mehrzahl der Fälle sind ältere Menschen bei der Benotung milder gestimmt als jüngere. So bekommt die Frankfurter Messegesellschaft bei denjenigen, die zwischen 18 und 29 Jahre alt sind, die Note 1,8, bei denjenigen, die den 60. Geburtstag schon gefeiert haben, eine 2,8. Deutlich macht dies auch die Mainova, wo Jüngere eine 1,1 geben, Ältere eine 2,5. Bei der Deutschen Bank ziehen sich hingegen die schlechten Noten durch nahezu alle Altersgruppen.

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