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Schwierige Förderung : Bekommt Frankfurt bald ein Techno-Museum?

Ehrgeiziges Projekt für Frankfurt: Kommt bald das Museum of Modern Electronic Music? Bild: Patricia Kühfuss

Frankfurt soll bald ein Museum für elektronische Musik bekommen. Doch die Finanzierung gestaltet sich schwieriger als gedacht.

          Im September dieses Jahres sollte die reiche Museumslandschaft Frankfurts eigentlich Zuwachs bekommen, doch steht die Eröffnung des geplanten Museum of Modern Electronic Music (Momem) an der Hauptwache derzeit in den Sternen. Umbau- und Sanierung der Räumlichkeiten, die lange Jahre das Kindermuseum beherbergten, kommen so teuer, dass die Initiatoren des Museums vor wenigen Wochen mit der Bitte um eine Anschubfinanzierung in Höhe von 500.000 Euro an die Stadt herantraten.

          Christian Riethmüller

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Stadt befürwortet zwar das Projekt, hat aber in einem Magistratsbeschluss festgelegt, dem Verein Friends of Momem nur die Räume mietfrei zu überlassen. Umbau und Betrieb hat der Verein selbst zu tragen.

          Dieser Beschluss war für die CDU-Fraktion im Römerbündnis Anlass, den Antrag auf eine finanzielle Unterstützung des Projekts abzulehnen. Die Grünen stehen der Bitte dagegen offener gegenüber. „Wenn genau festgelegt wird, aus welchem Topf diese Anschubfinanzierung geleistet wird, es bei diesem einmaligen Zuschuss bleibt und auch die Restfinanzierung des Projekts geklärt ist, unterstützen wir diese Förderung“, sagte gestern Sebastian Popp, einer der beiden Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Römer, dieser Zeitung.

          Auch die CDU zeigt sich wieder gesprächsbereit: „Wenn geklärt ist, aus welchem Etat genau die Förderung kommt, könnte man noch einmal darüber nachdenken. Aber wir brauchen einen Parlamentsbeschluss“, sagte deren kulturpolitischer Sprecher Thomas Dürbeck.

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