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Corona-Krise : Flugverkehr in Frankfurt geht weiter stark zurück

Verwaistes Terminal: Die Corona-Pandemie hat spürbare Folgen für den Frankfurter Frankfurt Bild: dpa

Die Corona-Pandemie hat Deutschlands größten Flughafen in Frankfurt hart getroffen. Der Verkehr und damit die Zahl der Passagiere ist massiv zurückgegangen.

          2 Min.

          Der Frankfurter Flughafen hat in der gesamten vergangenen Woche knapp 119.000 Passagiere gezählt. Das bedeutet einen Rückgang um mehr als 90 Prozent im Vergleich zur Vorjahreswoche, wie der Flughafenbetreiber Fraport AG am Dienstag mitteilte. Der Rückgang ist der fortschreitenden Corona-Pandemie und der daraus folgenden Reisebeschränkungen in aller Welt geschuldet. In besonders verkehrsreichen Zeiten hat der größte deutsche Flughafen zuletzt etwa das Doppelte an Fluggästen an einem einzigen Tag abgefertigt. Würden derzeit nicht noch Rückholflüge für gestrandete Urlauber abgewickelt, wäre die Zahl noch niedriger.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Entsprechend ist auch die Zahl der Flugbewegungen in der vergangenen Woche alles in allem um rund 80 Prozent zurückgegangen auf 1836 Starts und Landungen in einer Woche. An verkehrsreichen Tagen in krisenfreien Zeiten, verzeichnet der Frankfurter Flughafen nicht selten rund 1400 Flugbewegungen. Wegen des Einbruchs der Verkehrs hat der Flughafenbetreiber inzwischen Teile des Terminals 1 und 2 vorläufig stillgelegt.

          Im Gegensatz dazu läuft der Bau des Terminals 3 im Süden des Flughafengeländes wie geplant weiter, wie ein Fraport-Sprecher auf Nachfrage sagte. Es gelte was Vorstandschef Stefan Schulte vor zwei Wochen bei der Bilanzvorlage betont hatte. Der Flughafenmanager hatte ein Aussetzen der Bautätigkeiten mit dem Hinweis ausgeschlossen, dass es kaum möglich sei, ein solches Großprojekt herunterzufahren und anschließend wieder aufzunehmen, ohne dabei viel Zeit und Geld zu verlieren. Zudem gehe man davon aus, dass auch nach dieser Krise - wie nach anderen schweren Krisen auch – rasch wieder ein enormer Bedarf an Mobilität da sei, führte der Sprecher weiter aus. Man rechne fest damit, dass auch die Kapazität des im Bau befindlichen Terminals und vor allem des vorgezogenen Flugsteigs G in absehbarer Zeit benötigt würden.

          Anders als in der Passage, ist die Nachfrage nach Frachtkapazität vergleichsweise hoch, wie Fraport weiter mitteilt. Die Abfertigung der Frachtflugzeuge verlaufe planmäßig. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass ein Großteil der von den Airlines vermarkteten Frachtkapazität auf die sogenannte Bellyfracht entfällt, die in den Bäuchen von Passagierflugzeugen transportiert wird. Da die aber zum Großteil inzwischen mangels Nachfrage abgestellt sind, fehlt diese Kapazität auf dem Frachtmarkt, was wiederum zu einer maximalen Auslastung der weiterhin fliegenden Frachtflugzeuge führt. Das ist auch bei der Lufthansa so, die normalerweise rund die Hälfte ihres Frachtumschlags mit den Cargo-Kapazitäten der Passagiermaschinen realisiert. Die Kranichlinie fliegt wegen des Runs auf die verbliebene Frachtkapazität inzwischen sogar umgerüstete Passagiermaschinen ohne Passagiere aber mit Fracht. Den Verlust der Bellyfracht-Kapazität der Passageflotte kann aber auch das nicht kompensieren

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