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Streit mit Windkraftbranche : Flugsicherung besteht auf Abstand zu Windrädern

Standpunkt: Die Deutsche Flugsicherung wird am Sicherheitsabstand von 15 Kilometern zwischen ihren Drehfunkfeuern und Windkraftanlagen festhalten Bild: dpa

Auch das ist ein Aspekt der Energiewende: Weniger als 15 Kilometer Abstand will die Flugsicherung nicht zwischen Windrädern und ihren Funkfeuern zur Flugzeug-Navigation dulden. Das gehe zu weit, meint die Windkraftbranche.

          Die Deutsche Flugsicherung (DFS) wird am Sicherheitsabstand von 15 Kilometern zwischen ihren Drehfunkfeuern und Windkraftanlagen festhalten. Das sagte Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der DFS-Geschäftsführung. Funkfeuer haben für die Navigation von Flugzeugen in etwa die Funktion, die Leuchttürme einmal für den Schiffsverkehr hatten. Die Windenergiebranche kritisiert den Abstand, den die DFS gemäß internationaler Luftfahrtregeln fordert, als zu groß. Der Ausbau der Windkraft werde so unzulässig eingeschränkt.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Ein Streitfall dieser Art waren zuletzt vier im Frankfurter Stadtteil Nieder-Erlenbach geplante Windräder. Die DFS hat deshalb nun ein Einzelgutachten aus Schleswig-Holstein zum Anlass genommen, die Berechnungsmethoden in zwei Studien prüfen zu lassen. Denn das Einzelgutachten hatte ergeben, dass die Signale der Funkfeuer schon bei einem Abstand von drei Kilometern nicht mehr vom Windrad verfälscht und so zum Sicherheitsrisiko für den Flugverkehr würden. Scheurle zufolge kamen aber sowohl die University of Ohio als auch die französische

          École Nationale de l’Aviation Civile zum Ergebnis, dass das Gutachten wissenschaftlich nicht haltbar sei. Erst eine Umstellung der Luftfahrt auf die Satellitensteuerung mit GPS werde die Funkfeuer und den Sicherheitsabstand für den Alltagsbetrieb überflüssig machen, sagte der DFS-Chef.

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