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Flughafen : Verdi warnt Fraport vor überhöhtem Tarifabschluss

  • Aktualisiert am

Das erste Flugzeug rollt über die Rollbrücken der neuen Landebahn Nordwest zu den Terminals. Bild: Wonge Bergmann

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat vor einem überhöhten Abschluss im Tarifstreit am Frankfurter Flughafen gewarnt.

          Sollte sich der Betreiber Fraport mit der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) auf Basis seines letzten Angebots vor dem Streik auf Einkommenssteigerungen für bestimmte Berufsgruppen einigen, werde Verdi vergleichbare Forderungen stellen, kündigte die Gewerkschaft in einem Schreiben an den Fraport-Vorstand an.

          „Verdi wird dann, zur Wiederherstellung der Tarif- und Eingruppierungsgerechtigkeit in der Fraport AG, in vergleichbaren Tätigkeitsfeldern gleiche Einkommenssteigerungen fordern“, hieß dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. „Auch an der Streikbereitschaft der Gewerkschaft Verdi sollten Sie zu keinem Zeitpunkt zweifeln“.

          Die Forderung:  bis zu 70 Prozent höhere Entgelte

          Fraport hatte zunächst vorgeschlagen, die Bezüge für die 91 Mitarbeiter der Vorfeldaufsicht, die in den „Follow-Me-Wagen“ sitzen, und der 29 Beschäftigten in der Verkehrszentrale im branchenüblichen Rahmen zu erhöhen. Kurz vor dem Streik hatte Fraport nach eigenen Angaben nachgebessert, aber keine Details genannt.

          Die GdF fordert erhebliche Einkommenserhöhungen, höhere Zulagen und geringere Arbeitszeiten für die insgesamt rund 200 Beschäftigten auf dem Vorfeld des größten deutschen Airports. Laut Fraport laufen die Forderungen für einzelne Beschäftigte auf bis zu 70 Prozent höhere Entgelte hinaus.

          Am Freitag setzten die GdF und Fraport ihre Verhandlungen fort. Nach fünf Tagen Streik waren die Parteien am Donnerstag an den Verhandlungstisch zurückgekehrt.

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