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Flughafen-Streit : DFS: Neues Anflugverfahren bringt nicht für alle Entlastung

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Das neue Verfahren „Point Merge“: Es wird den Gemeinden in der direkten Einflugschneise wohl keine weitere Entlastung bringen. Bild: Frieder Blickle/laif

Mit einem neuen Reißverschluss-System soll dem Fluglärm in besonders betroffenen Gebieten der Kehraus gemacht werden.

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          Nicht alle Anrainer des Frankfurter Flughafens können sich von einem neuen Anflugverfahren weniger Lärm erhoffen. Das neue System mit der Bezeichnung „Point Merge“ soll ab 2015 eingeführt werden.

          Es werde aber den Gemeinden in der direkten Einflugschneise - etwa Offenbach, Frankfurt-Sachsenhausen, Raunheim oder Flörsheim - keine Entlastung bringen, sagte Dieter Kaden, Geschäftsführer der Deutschen Flugsicherung (DFS), am Donnerstag in Langen. Deutlich weniger Lärm sei aber in den übrigen Teilen Frankfurts, in Wiesbaden, im Rheingau, sowie in einigen Taunusgemeinden und in Rheinland-Pfalz zu erwarten.

          „Wir sind vorsichtig optimistisch“

          Das „Point Merge“-Verfahren bündelt die ankommenden Maschinen weit entfernt an einem Sammelpunkt (Point Merge) in etwa 5.000 Metern Höhe. Dort formieren sie sich in einer Art Reißverschluss-System in eine Reihe zum Endanflug. Das Verfahren ist mit der hessischen Landesregierung in der Allianz für Lärmschutz vereinbart worden. Es wird in Frankfurt entwickelt und könnte möglicherweise auch für andere Flughäfen geeignet sein.

          „Wir sind vorsichtig optimistisch“, sagte Kaden. Allerdings könne die Flugsicherung nur marginal zur Lärmminderung beitragen: Die Lärmverursacher seien die Flugzeuge, die Airlines und die Flughäfen.

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