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Flughafen Frankfurt : Bouffier schweigt zu Appell von Fraport und Fluglinien

Schweigsam: Zum neuesten Appell aus der Luftfahrtbranche sagt Ministerpräsident Bouffier erst einmal nichts Bild: dapd

Fluglinien und Flughafenbetreiber Fraport mahnen in einem Brief an Ministerpräsident Bouffier „faire Bedingungen“ für ihre Branche an. Der Regierungschef schweigt aber zu dem Appell.

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          Die Staatskanzlei in Wiesbaden mag sich nicht zu einem Brief äußern, den vier Fluggesellschaften und Fraport am Wochenende an den alten und wohl auch neuen hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) gerichtet hatten. In dem Schreiben fordern der Flughafenbetreiber, die Lufthansa, Air Berlin, Condor und Tuifly Bouffier dazu auf, „für faire Rahmenbedingungen für die Luftfahrt zu sorgen und weitere Kapazitäts- und Betriebsbeschränkungen zu verhindern“.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Der Brief ist eine Reaktion auf Bouffiers Äußerungen, die Union habe bei den Gesprächen mit den hessischen Grünen über eine gemeinsame Regierungsbildung auch in der Frage des Flughafenausbaus schon „Korridore“ der Verständigung gefunden. Die Grünen wollen das geplante dritte Terminal verhindern, das Nachtflugverbot um zwei Stunden ausdehnen und weitere Betriebsbeschränkungen erreichen.

          „Kein Verzicht auf Randstunden“

          Die Luftverkehrsunternehmen warnen in ihrem Brief, dass Frankfurt als internationales Drehkreuz keinesfalls auf die beiden Randstunden von 22 bis 23 Uhr und 5 bis 6 Uhr verzichten könne. Denn gerade in dieser Zeit fänden die Interkontinentalflüge statt, die für den Frankfurter Flughafen wie auch die Fluggesellschaften von herausragender Bedeutung seien. Die schon bestehenden Wettbewerbsnachteile, etwa durch das strikte Nachtflugverbot in Frankfurt, würden durch weitere Betriebsbeschränkungen zusätzlich vergrößert, was zwangsläufig zu negativen Folgen für Standorte und Beschäftigte führe.

          Grünen-Chef Tarek Al-Wazir hat schon vor Beginn der Koalitionsverhandlungen sein Interesse am Ministerium bekundet, das derzeit noch Florian Rentsch (FDP) leitet. Bislang sind dort die Ressorts Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung gebündelt, wobei das Verkehrsministerium zugleich Genehmigungsbehörde für den Frankfurter Flughafen ist. Die Grünen wollen sich allerdings auch in Fragen der Energie profilieren, die ist aber im Moment noch dem Umweltministerium zugeordnet.

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