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Mehr Fracht auf dem Hahn : 400 Starts und Landungen weniger als sonst in Frankfurt

  • Aktualisiert am

Abgesagt: Den Frankfurter Flughafen trifft die Corona-Krise heftig Bild: dpa

Gut ein Drittel Fluggäste weniger als sonst an einem Tag. Und 400 Starts und Landungen gestrichen. Der Frankfurter Flughafen leidet unter der Corona-Krise. Der Provinz-Flughafen Hahn auch, aber er überrascht derweil mit einer Nachricht.

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          Am Frankfurter Flughafen läuft der Betrieb in der Coronaviruskrise deutlich eingeschränkt. Für den Montag waren aber noch rund 1000 Starts und Landungen geplant, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport berichtete. Das wären rund 400 weniger als im Normalbetrieb. Allerdings sind die Flugzeuge deutlich leerer als sonst, denn statt 170.000 Passagieren wie üblich werden aktuell nur rund 90.000 erwartet. In den Terminals ist deutlich weniger los als üblich.

          Grund für den Sparbetrieb am größten deutschen Flughafen sind immer neue Einreisebeschränkungen in verschiedenen Ländern und Flugabsagen der Gesellschaften wegen schlechter Auslastung. Auf dem aktuellen Flugplan stehen aber auch noch Verbindungen in ausgesprochene Krisengebiete wie Teheran oder Madrid.

          Der Hauptkunde Lufthansa, der in Frankfurt für mehr als zwei Drittel aller Flugbewegungen steht, hat eine Reduzierung seines Angebots um bis zu 70 Prozent für die kommenden Tage angekündigt. Auch der Ferienflieger Condor streicht sein Angebot in wichtige Ferienziele wie die Vereinigten Staaten, Karibik und Türkei zusammen.

          Mehr Fracht auf dem Hahn

          Wenig Betrieb im Terminal: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus kommt es am Hunsrück-Flughafen Hahn zu zahlreichen Flugstreichungen. Zugleich habe die Zahl der Frachtflüge zugenommen, sagte Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Der einzige größere Flughafen in Rheinland-Pfalz gehört zu einem kleineren Teil dem Bundesland Hessen.

          Am Montag sind laut Goetzmann von acht Passagierflügen drei annulliert worden. Die Flüge der Billig-Airline Ryanair vom Hunsrück zum besonders vom Coronavirus betroffene Italien seien schon seit einiger Zeit gestrichen worden. „Das verändert sich jetzt von Tag zu Tag“, ergänzte der Manager. Bei Auslandsreisen gebe es inzwischen die Angst, wegen Schließungen und Einschränkungen von Staatsgrenzen vorerst nicht mehr nach Deutschland zurückkehren zu können. Die Geschäfte und Parkplätze am Hahn seien deutlich leerer: „Sie können jetzt hier quer parken und keiner sagt was.“

          Weil weltweit so viele Passagierflüge mit Frachtbeiladungen gestrichen würden, ziehe das Frachtgeschäft am Airport Hahn an. „Uns hilft also unser hybrides Geschäftsmodell mit Passage und Fracht“, sagte Goetzmann. Manche andere Regionalflughäfen ohne nennenswertes Frachtgeschäft hätten es schwerer.

          2017 hatte der chinesische Großkonzern HNA 82,5 Prozent des defizitären Flughafens Hahn für rund 15 Millionen Euro vom Land Rheinland-Pfalz gekauft. 17,5 Prozent hält noch Hessen. Nach den Vorgaben der EU-Kommission muss der abgelegene Airport bis 2024 schwarze Zahlen schreiben.

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