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Flug-Affäre : Ermittlungen gegen Limburger Bischof vor Abschluss

  • Aktualisiert am

Hat sich mittlerweile gegenüber Ermittlern zur Flug-Affäre geäußert: Limburgs Bischofs Tebartz-van Elst Bild: dpa

Für den Limburger Bischof hatte ein Indien-Flug ein juristisches Nachspiel. Er soll gelogen haben. Nun wird über das Ende des Verfahrens entschieden. Der Ausgang gilt als völlig offen.

          Das Ermittlungsverfahren der Hamburger Staatsanwaltschaft gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst steht kurz vor dem Abschluss. Es geht dabei um Aussagen über einen teuren Flug nach Indien, im Raum steht der Vorwurf einer falschen Versicherung an Eides statt.

          Die Stellungnahme des Anwalts von Tebartz-van Elst dazu liege inzwischen vor, sagte ein Sprecher der Justizbehörde. Voraussichtlich in den nächsten zwei Wochen werde über den Abschluss des Verfahrens entschieden. In Betracht kommen eine Einstellung, ein Strafbefehl oder auch eine Anklage.

          Kritik von Bischofskollegen

          Gegen den katholischen Oberhirten waren mehrere Anzeigen eingegangen, weil er in einem Rechtsstreit mit dem Hamburger Magazin „Spiegel“ und „Spiegel Online“ gelogen haben soll. Der Bischof hat die Vorwürfe stets bestritten. Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein Indien-Flug, bei dem Tebartz-van Elst per Upgrade Erster Klasse geflogen war und in dem Zusammenhang auch die nun umstrittene eidesstattliche Versicherung abgegeben hatte.

          Tebartz-van Elst steht nicht nur wegen des Fluges in der Luxus-Klasse in der Kritik. In seinem Bistum rumort es auch wegen seines Führungsstils und des deutlich teurer gewordenen Neubaus des Bischofssitzes. Zuletzt unterschrieben 4400 Katholiken einen Protestbrief gegen Tebartz-van Elst. Der Vatikan schickte den hochrangigen Diplomaten Kardinal Giovanni Lajolo ins Bistum, der sich ein Bild von dem Konflikt machen sollte. Auch deutsche Bischofskollegen hatten Tebartz-van Elst kritisiert.

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