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Flörsheim : Die frühere Schifferstadt wächst

  • -Aktualisiert am

Wirtschaftsfaktor: Auch mit dem kleinen Mainhafen verdient Flörsheim Geld, und ihm wird Entwicklungspotential bescheinigt. Bild: Foto: Stadt Flörsheim

Eine Strukturanalyse des Regionalverbands Frankfurt/Rhein-Main stimmt zuversichtlich für die Entwicklung des Wohn- und Gewerbestandorts in Flörsheim. Und sie empfiehlt die Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen.

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          Mit der Eröffnung der Nordwestbahn des Frankfurter Flughafens sahen viele das langsame Sterben der früheren Schifferstadt Flörsheim am Main gekommen. Der Exodus von Bürgern, die den Fluglärm nicht mehr ertragen konnten, trat ein – aber nur vorübergehend. Und auch die befürchtete negative Entwicklung der Bevölkerungsstruktur ist ausgeblieben. Dass es mit Flörsheim wieder bergauf geht, hat der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main der Kommune nun in einer vergleichenden Wirtschaftsstrukturanalyse mit den Städten Hochheim, Raunheim, Ginsheim-Gustavsburg, Bruchköbel und Seligenstadt bescheinigt. Die Stadt sei durch ihre vielfältige Wirtschaftsstruktur und vor allem durch das Wiedererstarken des Produktionssektors in den vergangenen Jahren gut für die Zukunft gerüstet, zog Rouven Kötter (SPD), Erster Beigeordneter des Regionalverbandes, ein Fazit. Auch die weichen Standortfaktoren wie Bildungsangebote, Nahversorgung mit dem Einkaufszentrum „Flörsheim Kolonnaden“ und die Freizeitinfrastruktur stimmten für den Wohn- und Gewerbestandort zuversichtlich.

          Heike Lattka
          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

          Das Lob kam bei Bürgermeister Bernd Blisch (CDU) und der Ersten Stadträtin Renate Mohr (Grün-Alternative Liste Flörsheim) gut an. Es ärgere ihn doch manchmal, unter den Bürgermeistern immer als „der arme Mann vom Untermain“ verspottet zu werden, sagte Blisch. Finanziell stehe die Stadt aber unterdessen solide da. Auch der Haushalt 2021 sei schon genehmigt, obendrein werde der Stau beim Bau der Kindergartenplätze nach und nach behoben, mehrere Projekte seien zudem in Planung, so dass die Stadt auch bald gut gerüstet sei für den Nachwuchs, ergänzte Mohr.

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