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„Fit für 2018“ : Bei Merck droht Streit mit Arbeitnehmern

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Der Betriebsrat und eine Beratungsgesellschaft sollen es richten: Die Sache Merck bleibt spannend. Bild: REUTERS

Merck steuert bei seinen Plänen zum Konzernumbau auf einen Streit mit den Arbeitnehmern zu. Eine betriebseigene Beratungsgesellschaft soll nun helfen.

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          Der Pharma- und Chemiekonzern Merck steuert bei seinem geplanten Umbau- und Sparprogramm auf Streit mit den Arbeitnehmervertretern zu. Um den drohenden Stellenabbau zu bremsen, habe der Betriebsrat eine eigene Beratungsgesellschaft ins Boot geholt, sagte der Betriebsratschef Heiner Wilhelm der „Financial Times Deutschland“ (FTD/Freitag). So solle verhindert werden, dass die vom Management angeheuerte Gesellschaft McKinsey Tatsachen schaffe, schreibt die Zeitung.

          In der kommenden Woche werde McKinsey den Arbeitnehmervertretern auf Länderebene die Pläne unterbreiten. Es gebe Hinweise, dass die Unternehmensberatung die Logistik des Pharmakonzerns an einen externen Anbieter abgeben will, sagte Wilhelm.

          Konkrete Einsparziele sind bisher nicht in Sicht

          Merck-Chef Karl-Ludwig Kley hat für das Spar- und Stellenabbauprogramm „Fit für 2018“ bislang keine konkreten Einsparziele angegeben. Sowohl Unternehmensführung als auch Arbeitnehmervertretung gingen bislang davon aus, dass wegen vereinbarter Freiwilligenprogramme keine betriebsbedingten Kündigungen notwendig werden.

          Analysten rechnen bei Vorlage der Zahlen für die ersten drei Monate am 15. Mai mit weiteren Aussagen zum Sparprogramm. Finanzchef Matthias Zachert hatte Anfang März erklärt, Details könnten erst in drei bis sechs Monaten veröffentlicht werden. Das Programm soll alle Länder und Geschäftsbereiche umfassen. Merck soll nach den Rückschlägen in der Pharmasparte und der Konkurrenz im Geschäft mit Flüssigkristallen auf mehr Effizienz getrimmt werden. Beobachter rechnen mit Kostensenkungen im hohen dreistelligen Millionenbereich.

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