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Anders als in Frankfurt : Finanzdienstleister sind wichtigste Gewerbesteuer-Zahler

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Die EZB vor der Frankfurter Skyline. Bild: Jenni Thier

Fast ein Drittel der Gewerbesteuereinkünfte stammen in Hessen von Unternehmen der Banken- und Versicherungsbranche. Ausgerechnet in der Bankenmetropole ist aber eine andere Branche der Zahlmeister.

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          Der starke Finanzsektor in Hessen sorgt für einen Großteil der Gewerbesteuereinnahmen im Land. Rund 30 Prozent der Gewerbesteuereinkünfte stammen von Unternehmen der Banken- und Versicherungsbranche. Zweitwichtigster Einzahler sind mit knapp 20 Prozent Freiberufler für wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, zu denen etwa Steuerberater und Wirtschaftsprüfer zählen, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Auf Platz drei folgt die Industrie mit knapp 18 Prozent.

          Ausgerechnet in der Bankenstadt sieht es aber anders aus. In Frankfurt liegt die Industrie als Gewerbesteuerzahler auf Platz eins gemessen an den Zahlungen der 100 größten Unternehmen. Dabei ist der Anteil der Banken an diesen Betrieben dreimal größer als jener des verarbeitenden Gewerbes.

          283.000 Gewerbesteuerpflichtige

          Insgesamt flossen 2013 rund 1,037 Milliarden Euro in den hessischen Gewerbesteuertopf. Dass diese Zahlen erst jetzt veröffentlicht werden, liegt laut Behörden an den langen Zeiträumen, die zur Steuerfestsetzung benötigt werden. Die Steuer wird von den Gemeinden erhoben.

          Laut Landesamt gibt es in Hessen 283.000 Gewerbesteuerpflichtige, von denen jedoch nur 36,5 Prozent diese Abgabe tatsächlich leisten. Der weit größere Teil ist von der Steuer befreit, da unter anderem wegen Freibeträgen und Abschreibungen der Gewinn nicht hoch genug ist.

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